Rufus Wainwright :: Milwaukee At Last

So hört sich der Pop-Orpheus des 21. Jahrhunderts live an!

Am Ende gibt’s einen fetten Danke-schön-Schmatzer für die Fangemeinde. Nachdem Rufus Wainwright sie noch einmal an sein erstes Gebot erinnert hat: „Better pray for your sins – lause the gay messiah is Coming.“ Dann: der Vorhang. Auch wenn dieses Procedere fest zur Bühnenshow gehört haben mag, als Wainwright 2007 auf Welttournee war – von Routine ist beim Live-Mitschnitt seines Auftritts im Pabst Theatre in Milwaukee, Wisconsin, nichts zu spüren. In den zehn Stücken, die zur parallel veröffentlichten DVD weniger als die Hälfte des Konzerts dokumentieren, beweist Wainwright, warum er derzeit der großartigste Troubadour unter dem Pophimmel ist. Jeden Song, ob das irische Folklied „Macushla“ oder die Judy-Garland-Hommage „If Love Were All“, bettet er mit seiner bittersüßen Stimme wie auf Rosen – und hüllt sie in eine elegische Sentimentalität ein, von der man nur trunken wird. Dass der Entertainer Wainwright aber auch ganz andereTöne anschlagen kann, zeigt er gleich zu Beginn – wenn er sich in „Release The Stars“ als lasziver Bigband-Crooner outet.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.