Stoned!

Wer ein echter Rock’n’Roll-Rebell sein will, der haut sich einfach alles rein, was knallt – leider enden Drogengeschichten von Musikern oft sehr traurig; bis es aber soweit kommt oder auch nicht, gibt es viele lustige Storys zu berichten. Bei Bands wie Led Zeppelin und Mötley Crüe füllt derlei komplette Wälzer, die kaum je langweilig werden. Auch die hier versammelten Ausfälle und Anekdoten zu den üblichen Verdächtigen (Keith Richards, Sid Vicious, Willie Nelson, Elvis, Rick James), aber auch vermeintlichen Sauberleuten wie Olivia Newton-John und Sting sind kurzweilig und meist amüsant bis schreikomisch. Dass das Ganze in Kapitel wie „Die Beatles und die Drogen“, „Rap-Stars auf Steroiden“ und Listen der besten „Dope-Pärchen“ und der „Drogenrazzien Top 5“ unterteilt ist, kommt der Verwendung als lockere Klolektüre sehr entgegen.

Schade, dass der Autor mit dem verräterisch doofen Pseudonym (sein echter Name lautet Ken Goffman) sich dabei einer Sprache bedient, die cool, locker und flapsig sein soll, aber – nicht zuletzt aufgrund der holprigen Übersetzung des Textes – meist peinlich aufgesetzt klingt. Beispiel: „Stell dich hinten an, Ted Nugent! Zur Seite Ozzy Osbourne! Macht alle Platz für den verrücktesten, wildesten Motherfucker, der je in die Top 40 einschlug – Jerry Lee Lewis.“ Aua.

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