Urge Overkill :: Rock & Roll Submarine

Urge Overkill Records/Cargo

Alternative Rock: das halbgare Comeback-Album einer einst vielversprechenden Band

Urge Overkill sind ein Paradebeispiel dafür, wie übermäßiger Drogenkonsum die Karriere einer hoch talentierten Band, man erinnere sich an ihre Coverversion von Neil Diamonds „Girl, You’ll Be A Woman Soon“, nachhaltig ruinieren kann. Die Hoffnung, dass die Gruppe noch einmal die Kurve kriegen könnte, wurde mit jedem Jahr geringer. Jetzt, wo wirklich niemand mehr damit gerechnet hat, kommen Nash Kato und Eddie Roeser, verstärkt um Gitarrist Hadji Hodgkiss (Gaza Strippers) und Schlagzeuger Brian „Bonn“ Quast (Polvo, The Cherry Valence) mit ihrem ersten neuen Studioalbum seit dem 1995er Exit The Dragon zurück. Egal, mit wie viel Sympathie man dieses Comeback auch begleiten mag, Urge Overkill wärmen auf Rock & Roll Submarine nicht viel mehr als eine Nostalgiesuppe auf. Der Band fehlen vor allem die Songideen. Dieses Manko macht das Wiederhören mit einer der stilprägenden Bands des Alternative Rock der späten Achtziger- und frühen Neunzigerjahre alles andere als zu einem Vergnügen. Es finden sich mit der Ballade „Quiet Person“ und dem rifflastigen „Mason/Dixon“ auch ein paar halbwegs gelungene Nummern auf dem Album, aber das kann die maue Grundstimmung nicht verbessern.

Key Tracks: „Mason/Dixon“, „Quiet Person“

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