Iceage :: New Brigade

XL/Beggars/Indigo

Copenhagen calling: Die Twen-Punk-Brigade speit kaltes Feuer für atemberaubend lange 26 Minuten.

Zwölf Songs, 26 Minuten, das war’s. Keine Sensation, aber sensationell energisch. Die vier Twens aus Kopenhagen haben ihren Punk-Fötus in die Welt geworfen, wird er überleben, sich zu einem krachenden Hardcore-Helden machen oder in zwei Monaten schon wieder vergessen sein? Was Jakob Tvilling Pless, Johan Surrballe Wieth, Elias Rønnenfelt und Dan Kjaer Nielsen hier produzieren, hat etwas von einem Angriff, die Band speit kaltes Feuer in jede Ritze ihrer Songs und geht mit der Motorsäge auf alles los, was sich nach 1990 noch Punk genannt hat. Es gibt kollabierende Hooklines und No-Wave-Blackouts und stolzen Pogo – die Band, das ist die wichtigste Nachricht, spielt das alte Ding am Limit. New Brigade erinnert aber weniger an das „Fuck you!“ aus den ersten Tagen des Punk, als vielmehr an den heiligen Krach, den Bands wie Wire und die frühen Joy Division produzierten. New Brigade, das sind atemberaubend lange 26 Minuten. Aggressiv, kontrolliert, erfreulich unfertig.

Key Tracks: „Remember“, „White Rune“

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.