Stoker :: Regisseur: Park Chan-Wook

Bedrohung aus Südkorea: Park Chan-Wook gibt sein US-Debüt.

Mit seiner ebenso unerbittlichen wie unkonventionellen Rache-Trilogie, bestehend aus „Sympathy for Mr. Vengeance“, „Oldboy“ und „Lady Vengeance“, inszenierte sich Park Chan-Wook vor knapp einem Jahrzehnt bei Fans des abseitigen Films in die erste Liga. Zwei durchwachsene Filme später ist der Südkoreaner in Hollywood angekommen. Harmonisch ist das Zusammentreffen nicht bei dieser Variation von Hitchcocks „Im Schatten des Zweifels“, in der sich ein geheimnisvoller Onkel in das ländliche Leben eines Mädchens und ihrer verwitweten Mutter drängt. Visuell ist „Stoker“ kein Vorwurf zu machen: Die Atmosphäre ist langsam wirkendes Gift durch und durch. Aber Parks offensichtliches Desinteresse an jeder Form von Logik und Sinn machen diese Creepshow zur leeren Übung.

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