Def Jam Rapstar :: Ein Spiel für Poser und ihre Homies

Hey Mutha Uckers!

Singstar war immer ein Game für Mädchen sowie für komische Typen, die mit einem Robbie-Williams-Song ihre Perle beeindrucken wollten. Auch Def Jam Rapstar ist für die Poser, aber das passt ganz gut, gehört im Hip-Hop die dicke Hose doch zum guten Ton. Grundvoraussetzung für einen Spielflow ist die Spracherkennung, die den korrekten Sitz jeder Silbe erkennt und Nuscheltiere knallhart bestraft.

Dabei ist – rein textlich – das Spiel eher zahm, denn alle expliziten Stellen, alle Niggers, Bitches und Motherfuckers, wurden ausgelassen. Dafür entschädigen die Songauswahl (nicht nur Def-Jam-Artists, sondern auch Beastie Boys, Kanye West, der Wu Tang Clan oder die Beginner) und ein Battle-Modus, in dem wir mit unseren Homies gegen andere Posses antreten und unsere credible Goldkettchenbehaglichkeit in 30-sekündigen Videos in alle Welt hinaus posaunen können.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.