„Ziggy“ oder „Bowie“: Brit*innen lassen sich bei Babynamen von David Bowie inspirieren


Seit David Bowies Tod werden diese Namen immer öfter vergeben. Auch „Star Wars“ ist als Anregung beliebt.

Dass der musikalische Ruhm David Bowies auch nach seinem Tod im Jahr 2016 ungebrochen ist, zeigt nicht nur die gerade erschienene Doku „Moonage Daydream“. In seinem Heimatland Großbritannien erinnern Fans offenbar auch auf eine besondere Art an den Musiker: Wie die britische Statistikbehörde mitteilte, sind von Bowie inspirierte Vornamen nach seinem Tod sprunghaft angestiegen.

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Der Vorname Ziggy, offensichtlich angelehnt an Bowies Alter Ego Ziggy Stardust, wurde laut der Behörde im Jahr 2021 136 Mal für Jungen vergeben – 2015 war der Name nur 33 Mal registriert worden. Als Mädchenname wurde Ziggy 2021 immerhin 14 Mal vergeben. Auch „Bowie“ wird offenbar gerne als Vorname genutzt: 2021 wurden 78 Jungen und 28 Mädchen so genannt.

Nicht nur Bowie regt britische Musikfans bei der Namenssuche an. Auch die Namen Ezra und Mabel werden immer beliebter, was die Behörde auch mit der Popularität von Singer-Songwriter George Ezra und Sängerin Mabel erklärt. Der Vorname Ezra habe vor allem nach „Wanted on Voyage“ (2014), dem Hit-Debütalbum des Musikers, einen Sprung erlebt, genauso wie Mabel nach der Hitsingle „Finders Keepers” (2017). 2021 wurden demnach 1.226 Jungen Ezra und 885 Mädchen Mabel genannt.

Aber auch abseits der Musik sind Vornamen aus der Popkultur beliebt, wie die Behörde am Beispiel der neuesten „Star Wars“-Trilogie zeigt. Finn war zwar schon vorher ein beliebter Jungenname, stieg aber in der Beliebtheit von 2015 bis 2021 von 512 auf 788 neue Namensträger. Deutlicher ist der Anstieg beim außerhalb von „Star Wars“ eher ungewöhnlichen Namen Kylo. 2015, im Erscheinungsjahr von „Das Erwachen der Macht“ wurde er für Jungen zehnmal vergeben, 2020 dagegen stolze 189 Mal, und 2021 immer noch 161 Mal. Kylo begann zwar im ersten Film als Bösewicht, das scheinen ihm die Zuschauer*innen nach seiner Wandlung im letzten Teil aber zu verzeihen.

Dass es gut ist, zumindest das Ende einer Geschichte abzuwarten, bevor man sich von ihr bei der Benennung seiner Kinder inspirieren lässt, zeigte vor allem ein prominentes Beispiel. Weltweit gaben viele „Game of Thrones“-Fans ihren Töchtern Namen wie Daenerys oder Khaleesi – und erlebten dann eine böse Überraschung, als die letzte Erbin der Targaryens in der umstrittenen letzten Staffel eine Wendung zur machthungrigen Despotin durchmachte.