Paul Dano bricht Schweigen nach Tarantinos vernichtender Kritik

Nach Tarantinos Attacke: Der Schauspieler zeigt sich dankbar für die Unterstützung seiner Kolleg:innen.

Vor einigen Wochen sprach Kult-Regisseur Quentin Tarantino über Paul Dano, wobei dieser nicht gut wegkam und der Filmemacher hart mit ihm ins Gericht ging. Nun antwortet der Schauspieler erstmals öffentlich auf die Kritik.

So teilte Tarantino aus

Im Dezember 2025 sprach der „Kill Bill“-Macher mit Autor Bret Easton Ellis in dessen Podcast über alle möglichen Filmthemen. Dabei kam er auf Paul Dano und dessen Auftreten im Film „There Will Be Blood“ zu sprechen. Quentin Tarantino nannte den Schauspieler einen „großen gigantischen Fehler“ und ergänzte: „So ein schwacher, langweiliger Typ. Der schwächste verdammte Schauspieler der SAG.“

Paul Dano dankbar für Unterstützung

Am Mittwoch, dem 28. Januar 2026, fand ein Screening zum 20-jährigen Jubiläum des Road-Trip-Klassikers „Little Miss Sunshine“ statt, an dem auch Paul Dano teilnahm. Im Rahmen der Vorführung äußerte sich der Darsteller erstmals zur Kritik des Star-Regisseurs in einem Interview. Im Gespräch mit „Variety“ sprach er über seine enorme Dankbarkeit für den öffentlichen Support, den er nach den fiesen Worten Tarantinos bekam: „Ich war außerdem unglaublich dankbar, dass die Welt für mich eingetreten ist, so dass ich es nicht tun musste.“ Dano ergänzte: „Das war wirklich schön.“ Eine direkte Konfrontation mit dem Regisseur wollte er allerdings vermeiden.

Film-Kolleg:innen werden deutlicher

Während der „Prisoners“-Darsteller noch milde auf die Gemeinheiten Tarantinos reagierte, fanden seine „Little Miss Sunshine“-Kolleg:innen direktere Worte bei dem Special-Screening. So ging etwa Toni Collette den Oscar-prämierten Drehbuchautor und Filmemacher hart an und sagte: „Scheiß auf den Typen! Der muss total high gewesen sein … Es war einfach nur verwirrend. Wer macht denn sowas?“

Auch Jonathan Dayton, seines Zeichens Co-Regisseur von „Little Miss Sunshine“, stellte sich klar hinter Paul Dano und nannte Quentin Tarantinos Worte eine „Peinlichkeit“. Zudem sagte er: „Ich kann mir nur vorstellen, dass Tarantino sich durch die Unmittelbarkeit seiner Darstellung unwohl fühlte. Er ließ sich nicht so einfach einordnen.“

Auch Matthew Lillard und Owen Wilson in der Kritik

Während seines Auftritts beim Podcast war Paul Dano nicht der einzige Schauspieler, der von Quentin Tarantino kritisiert wurde. Auch für Owen Wilson und Matthew Lillard hatte er nicht viel übrig. So sagte Tarantino über Matthew Lillard, dass er sich „wirklich nicht“ für diesen interessiere. Der Schauspieler antwortete relativ schnell auf die Kritik und erklärte, solche Worte würden „Gefühle verletzen“. In einem neuen Interview mit „Entertainment Weekly“ vom 28. Januar 2026 bekräftigte er zudem Paul Danos Aussagen über die öffentliche Unterstützung, die sie nach der Kritik eines der größten Regisseure Hollywoods erfuhren. Und weiter führte Lillard aus: „Es war, als würde man die eigene Totenwache miterleben.“

Zudem berichtete er: „All die Beileidsbekundungen per E-Mail, Tweet, Instagram und TikTok – all das, was wir nach dem Tod eines Angehörigen sehen, ist so rührend. Und die Realität ist, dass ich das alles hautnah miterlebt habe – quicklebendig! Ich kann mir keine schönere Reaktion auf das Geschehene vorstellen.“ Zum Schluss ergänzte Matthew Lillard: „Niemand muss mich mögen. Niemand muss überhaupt einen Schauspieler mögen, ganz klar. Das ist Geschmackssache. Ich bin nicht jedermanns erste Wahl, das ist offensichtlich, aber diese Reaktion war wunderschön.“

Unterstützung für die von Quentin Tarantino kritisierten Schauspieler kam auch von großen Namen der Branche. So sagte George Clooney beispielsweise, als er am 10. Januar 2026 den AARP erhielt, in seiner Dankesrede, es „wäre ihm eine Ehre“, mit allen drei kritisierten Schauspielern zusammenzuarbeiten.

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