Metal-Sänger gewinnt Bronze bei Olympia
Dominik Paris, der Leadsänger der italienischen Metal-Band Rise of Voltage, ist auch ein Ass auf Skiern. Nun hat er sich mit einer Medaille belohnt.
„Ich bin auf jeden Fall ein besserer Skifahrer“, sagte Dominik Paris einmal der Associated Press. „Aber wer öfter mal Metal hört, der weiß, dass ich gar nicht so schlecht bin.“
Nun hat der Südtiroler Paris auf jeden Fall erst einmal gezeigt, wie gut er wirklich auf Skiern ist und bei den Olympischen Winterspielen in der Heimat bei der Abfahrt in Mailand-Cortina Bronze gewonnen.
Seit Jahren gilt er als einer der Besten in den Disziplinen Super-G und Abfahrt. Nur mit einer Medaille klappte es bei Olympia bisher noch nicht, obwohl der 36-Jährige bereits zum fünften Mal teilnahm. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang reichte es „nur“ zu Rang vier. 2019 brachte ihm seine starke Leistung allerdings einen Weltcup-Sieg in der Disziplin Super-G.
Seine Band Rise of Voltage gründete Dominik Paris 2017 gemeinsam mit seinem Bruder Lukas an der Gitarre und den Bandmitgliedern Frank Pichler (Bass) und Florian Schwienbacher (Schlagzeug). Das Debütalbum TIME erschien 2018. Sechs Jahre später veröffentlichte die Gruppe mit ESCAPE eine Nachfolgerplatte.
Schreien als Ausgleich vom Ski-Stress
Für Paris ist die Musik nicht nur ein Hobby, sondern ein kreatives Ventil neben dem Skisport, wie er in einigen Interviews bestätigte. Er sagt selbst, dass das Schreien auf der Bühne körperlich anstrengender sei als eine Skiabfahrt, weil es Geduld, Ausdauer und Bühnenpräsenz erfordere.
Der Groove-Metal-Sänger ist übrigens nicht der einzige Medaillen-Gewinner mit musikalischem Talent. Der britische Turmspringer Chris Mears gewann zum Beispiel Gold bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro im Synchronspringen (3 m) mit Jack Laugher und hatte nach seiner Karriere Erfolg als DJ und Musikproduzent. Ski-Kollegin Tina Maze aus Slowenien, zweifache Goldgewinnerin, gelang nach beendeter Profi-Laufnahn ein Pop-Hit in der Heimat.


