Unheilig

LIEBE GLAUBE MONSTER

Vertigo Berlin/Universal (VÖ: 13.3.)

Der Graf kehrt zurück auf die Beerdigungs-Pop-Hitlisten.

Eins muss man dem Grafen ja lassen: Ja, auch auf LIEBE GLAUBE MONSTER trieft der Schmalz, und auf die ausgelutschten Metaphern gibt es Mengenrabatt. Aber das, was er macht, das macht er schon sehr gut. Auch zehn Jahre nach dem letzten Nummer-eins-Album VON MENSCH ZU MENSCH und dem unwiderruflichen Abschied, seitdem Unheilig ohne ihn die großen Hallen füllen mussten, hat er es immer noch drauf, Songs zu schreiben, die man aus dem Stand mitsingen kann, auch wenn man sie nie zuvor gehört hat.

Auch nach dem Widerruf des unwiderruflichen Abschieds verfasst der 1970 in Würselen geborene Graf noch Zeilen, die Poesiealben füllen würden, wenn es Poesiealben noch gäbe: „Du bist meine Heimat, du bist alles für mich / Ich wünsch mir, dass jeder weiß, wie wichtig du mir bist.“

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Da greift einer nach den Sternen. Will das Leben leben. Fühlt sich wie neugeboren. Liebt mit jedem Atemzug. Sprengt Ketten. Und will offensichtlich mit aller Macht wieder die Spitze der Beerdigungscharts von den Böhsen Onkelz („Nur die Besten sterben jung“) zurück erobern: „Wir bleiben ewig, auch wenn wir manchmal zu früh geh’n“, singt Der Graf in „Sonnenallee“ – und uns bleibt die Erkenntnis: Niemand geht halt so ganz, auch nicht Der Graf.