SZA gegen KI in der Musik: Schwere Vorwürfe gegen Diplo

Was steckt hinter den Vorwürfen von SZA?

SZA hat sich in mehreren Instagram-Posts deutlich gegen den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Musik ausgesprochen. Die Sängerin bezeichnete KI-generierte Sounds als problematisch und warf explizit Diplo vor, an der Entwicklung entsprechender Technologien beteiligt zu sein.

Die Aussagen veröffentlichte sie am Sonntag, 21. Juni, über ihren privaten Instagram-Account „notmusicatalliswear“. Darin behauptete sie, Diplo halte Anteile am KI-Musikunternehmen Suno und arbeite daran, Modelle mit Werken und Ideen Schwarzer Songschreiber:innen und Produzent:innen zu trainieren. Konkrete Belege für diese Behauptung legte sie jedoch nicht vor.

„Gebt euer Vibranium nicht her“

In ihren Beiträgen verband die Musikerin ihre Kritik an KI mit einer grundsätzlichen Debatte über kulturelle Aneignung und wirtschaftliche Verwertung kreativer Arbeit. Dabei verwies sie auf den Einfluss Schwarzer Künstler:innen auf die globale Popmusik.

„Gebt euer Vibranium nicht her“, schrieb sie mit Bezug auf das fiktive Metall aus dem Marvel-Universum. Die Formulierung nutzte sie als Metapher für kreatives Wissen und künstlerische Ideen, die ihrer Ansicht nach nicht zum Training von KI-Systemen verwendet werden sollten.

Außerdem kritisierte SZA fehlende rechtliche Schutzmechanismen für Kreative. In einem weiteren Beitrag wandte sie sich direkt an Musiker:innen, die KI-Werkzeuge unterstützen oder einsetzen.

Keine Stellungnahme von Diplo

Eine Reaktion von Diplo liegt bislang nicht vor. Medienberichten zufolge reagierte ein Sprecher des Produzenten zunächst nicht auf Anfragen zu den Vorwürfen.

Suno selbst stand zuletzt verstärkt im Fokus der Debatte um KI und Urheberrecht. Das Unternehmen entwickelt Software, mit der Nutzer:innen auf Basis von Texteingaben komplette Musikstücke generieren können.

Suno verteidigt seine Arbeitsweise

Erst wenige Tage vor SZAs Äußerungen hatte Sunos Chief Product Officer Jack Brody die Arbeit des Unternehmens öffentlich verteidigt. In einem LinkedIn-Beitrag erklärte er, der Schutz menschlicher Kreativität habe für Suno denselben Stellenwert wie die technische Entwicklung der Plattform.

Brody betonte, dass Nutzer:innen keine Inhalte hochladen oder verbreiten dürften, für die sie keine Rechte besitzen. Zudem verwies er auf Kooperationen mit Unternehmen wie Audible Magic, Musixmatch und ACRCloud, die bei der Erkennung möglicher Rechtsverletzungen helfen sollen.

Auch den Umgang mit Trainingsdaten sprach Brody als zentralen Punkt an. Nach Angaben des Unternehmens seien die Modelle darauf ausgelegt, neue Musik zu erzeugen und keine bestehenden Werke zu reproduzieren.

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