Eines schönen Tages…

… kamen Edward Barton, seines Zeichens Bildhauer, Performance-Künstler und Paradiesvogel aus Manchester ein paar schlichte Worte zu einer hübschen Melodie in den Sinn. „It’s A Fine Day“ hieß die Single, ein simples A-Capella-Werk mit einer Frauenstimme namens Jane, erschienen auf dem Indie-Label Cherry Red. Das war in den frühen Achtzigern und der Unkostenaufwand Bartons belief sich damals auf ganze vier englische Pfund. Heute pfeift der Ohrwurm aus jedem MTV-empfangsbereiten Fernsehgerät und dudelt, mit einem gefälligen Dance-Beat unterlegt, als Machwerk einer ominösen Formation Opus III an der Spitze aller Charts. Vom Original ist dabei wenig übrig geblieben. Sängerin Janes letzte Spur verläuft sich bei den Zeugen Jehovas, an ihrer Stelle turnt und singt sich ein klumpfüßiges Gnomenwesen namens Kristy durchs Video. Und Urheber Barton zuckt nur mit den Schultern: ,lch hafte keine Ahnung, daß jemand diese Platte macht. Ist mir auch egal.“ Bis zum nächsten Kontoauszug.

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