Mit neuen Einfällen huldigen Guided By Voices der Vergangenheit

Im fernen Königreich der Nostalgie lebt ein Mann in inniger Lebensgemeinschaft mit seiner Jugendliebe, dem süßen Sound der Sixties. Immer, wenn Robert Pollard sich dann zufällig nach Amerika verirrt, ruft er die Jungs seiner Kapelle Guided By Voices zusammen, um mit ihnen ein bißchen Rock ’n‘ Roll zu spielen… Bevor Pollard zum wahrscheinlich meistunterschätzten Rock-Heroen dieser Tage wurde, arbeitete er 13 Jahre als Grundschullehrer in Dayton/Ohio. In zehn Jahren haben Guided By Voices über zehn Alben aufgenommen. Zahllose Musiker zierten das Line-up. Diese Menschen mußten laut Pollard vor allem älter als 33 und erhöhtem Bierkonsum nicht abgeneigt sein. Guided By Voices spielen glamourösen Garagenrock, dessen melodiöse Pracht sich eigentlich schon in den Top Ten hätte einnisten müssen. Doch Pollard und seine Blutsbrüder sind überzeugte LoFi-Freaks. Auch auf ihrem ’97er Album „Mag Earwhig“ sind Guided By Voices alten Helden wie den Kinks und den Who wieder hart auf den Fersen- mit viel Sinn allerdings für versteckte, hintergründige Spaße und ebenso verschrobene wie originelle Einfälle. Grundsolide Musik mit doppeltem Boden.

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