HipHop braucht kein‘ Mensch…

…aber Mensch braucht HipHop. Die alte Fünf Sterne Deluxe-Weisheit von 1998 ist 2000 Gesetz. Der Hype ist vorbei, HipHop in Deutschland konsolidiert auf hohem Niveau. Der Rap-Adel produziert inzwischen Live- (Freundeskreis), Remix- (Absolute Beginner), weitschweifige „Anthology“-(Fettes Brot) und sogar Unplugged-Alben (Fanta 4), Myriaden von Bands und Nachwuchs-Acts tummeln sich auf eigenen Hip-Hop-Festivals wie dem Hamburger „Maximum HipHop“, die Stilvielfalt fächert sich immer weiter auch in Richtung Soul, Dancehall und Reggae (Patrice, Mr. Gentleman, Söhne Mannheims) auf, im Musik-TV nehmen Sendungen wie MC Renes „Battle Cup“ breiten Raum ein und die Kontakte zum Mutterland USA werden intensiviert (DJ Tomekk trifft den Wu-Tang Clan). Durchstarter gab’s zwar wenige, sieht man von Deichkind und Semi-Hits von Seeed, Spax und den Ruhrpottlern Creutzfeld & Jakob ab. Dafür brodelt’s im Untergrund – und es kamen ein paar „alte Männer“ zurück: Namentlich Advanced-Chemistry-Chef-Sorgenfalter Torch („Blauer Samt“) und schließlich die mächtigen, mächtigen Fünf Sterne (unten) mit „Neo.Now“ – nachdem Das Bo mit ,,’türlich, ‚türlich“ schon die Single des Jahres geliefert hatte. HipHop ist hier zum Bleiben. Sicher, Dicker.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.