L7 veröffentlichen nach 18 Jahren Pause einen Anti-Trump-Song


In ihrem neuen Song „Dispatch from Mar-a-Lago” verpassen L7 Donald Trump musikalisch eine Ohrfeige.

Obwohl Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten mittlerweile über ein halbes Jahr im Amt ist, sind noch erstaunlich wenig Anti-Trump-Songs entstanden. Doch jetzt legen L7 einen Anti-Trump-Song vor, der ihm musikalisch eine ordentliche Ohrfeige verpasst.

L7 touren und spielen zwar wieder Konzerte nach ihrem Comeback 2015, aber es ist 18 Jahre her, dass sie neue Musik veröffentlichten. Das erste Mal in diesem Jahrtausend veröffentlichte die Punkband mit„Dispatch From Mar-a-Lago” einen neuen Song . Zusammen mit Billy Bush nahmen L7 den Song in Hollywood auf – eine weitere Single soll noch dieses Jahr folgen. Mit viel schwarzem Humor und harschen Gitarren sind sie wieder so laut, hart und furchtlos wie Ende der 90er. In „Dispatch From Mar-a-Lago” stellen sich L7 vor, wie sie die Urlaubs-Residenz des US-Präsidenten Donald Trump in Florida stürmen, sodass er um Hilfe rufen muss. „S.O.S. from the golden throne / ‘Mogul’s’ in deep s—t, he’s all alone / It’s not good, a riot in fact / The whole friggin’ country club is under attack”, singt Frontfrau Donita Sparks darin.

https://www.youtube.com/watch?v=_YQ29A2AKTQ

In einem Interview mit Pitchfork erklärte Sparks, dass L7 gar nicht planten, explizit ein Song über Trump zu schreiben, aber sie wollten etwas tun: „It would almost be negligent to not make any sort of a comment on the current political situation. And our fans were just so devastated that we were like, ‘Fuck it. We don’t care if this is topical and, quite frankly, we’re one of the only bands that could actually fucking do it. Because we’ve got that humor and that furiousness, and we take on politics and society. Making fun of your government is a tradition older than this country, and that’s what this track is.”

Am 13. Oktober erscheint die Dokumentation „L7: Pretend We’re Dead”. Der Film verfolgt die Karriere von L7 von der Entstehung Mitte der 80er Jahre in Los Angeles, der Art-Punk-Szene, durch die Grunge-Ära bis hin zur langsamen Auflösung nach der Jahrtausendwende und ihrer Rückkehr 14 Jahre später.