Prefab Sprout – Steve McQueen

Home is where the heart is. Wie viele Menschen laufen mit dieser Platte vor der Brust in Brandmeister-Arme, wenn sie aus ihrer brennenden Wohnstatt stolpern? Herzenssache „Steve McQueen“. Ein Album, so unendlich sanft, unbestechlich. Wie Engel. Es beansprucht Zeitlosigkeit ausgerechnet in einer Thomas-Dolby-Produktion. Und bekommt sie. Es handelt von Menschen, die nicht sein können, wo ihr Herz wohnt. Ein Missstand, den Paddy McAloon, ein intellektueller Romantiker, so lyrisch wie scharfsinnig formuliert und dabei auch nicht vor Bibelmaß, Drama und Klischee zurückschreckt. Kein Zweifel: die Suche lohnt. Die Erkenntnis preist – neben McAloon – natürlich ein Engel: Wendy Smith, jungfräulich, fast körperlos. Und die Band spielt hinreißend, frisch und schwärmerisch, stellt ihr großes Wissen um Country, Jazz und Bacharach hintan, scheut nicht den Abstecher ins Musical. Dorthin, wo es McAloons Lyrics, wo es das Herz verlangt.

Produzent: Thomas Dolby

Beste Tracks: „Bonny“, „Faron Young“

Ist ja hochinteressant … In den USA erschien die Platte auf Intervention von Steve McQueens Witwe als „Two Wheels Good“.

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