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Anna Calvi, Prefab Sprout & Yuck – Die Alben der Woche vom 4. Oktober 2013

von

ONE BREATH – ANNA CALVI

Anna Calvis für Mercury Prize und Brit Awards nominiertes Debüt aus dem Jahr 2011 bespielte das Haus der Melancholie mit einer Kraft und Leidenschaft, die Fans wie Kritik begeisterte. Auf ONE BREATH ist die Sache nicht mehr gar so einfach: Die Britin reißt aus bekannten Rockländereien aus und findet sich kurz in Metal und Klassik wieder.

CRIMSON/RED – PREFAB SPROUT

Solange das erklärte Genie Paddy Mc­Aloon in einer warmen nordenglischen Stube sitzt und Lieder schreibt, scheint uns die Welt in Ordnung. Alle paar Ewigkeiten trotzt ihm die Welt dann ein paar Stücke davon ab – jetzt mit CRIMSON/RED sein erstes „richtiges“ Album seit zwölf Jahren. Man ist sich sofort sicher, dass Paddy nie einfühlsamer, sanfter, sprich: himmlischer gesungen hat.

LAST NIGHT ON EARTH – LEE RANALDO & THE DUST

Früher hatte er sich mit seinen Seitenprojekten ohne Rücksicht auf Verluste dem persönlichen Pläsier hingegeben. Jetzt, da er auf eigenen Füßen stehen muss, wirken seine Alben wesentlich verständlicher. Ranaldo hat nach dem Hurrikan Sandy ohne Strom, Wärme und Wasser leben müssen. Er hat die Aktivitäten der Occupy-Protestbewegung vor seiner Haustür erlebt. Vor dem Hintergrund der Krisen- und Untergangsstimmung verliert er aber nicht den Fokus.


Anna Calvi im Interview: „Wut kann auch Spaß machen“
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