The White Stripes – Elephant

Musikmachen wie die Kinder nennt Jack White das. Bilder gibt es dazu hübsche: Ich und du und dazwischen eine Kuh, Jack und Meg auf Mäusespeck, Twin-Peaksche Traumsequenzen. The White Stripes posen wie die Weltmeister: Hier, nimm ein bisschen von unserer Unschuld! Wer geglaubt hatte, dass die Limp Bizkit-Liga den Reformstau im Rock um eine weitere Saison verlängern könnte, wurde von Jack und Meg elegant in den Arsch getreten. Elephant enterte die Top Ten around the world. Detroit überdenkt die Zukunft, eine Million Mini-Megs und Super-Jacks hängen in den Startlöchern, es den Rot-Weißen gleichzutun. Man hört diesem in den Londoner Toe-Rag-Studios mit Uralt-Equipment aufgenommenen Album das frische Selbstbewusstsein der Whites an. Jack und Meg fahren auf Elephant durch ein Schlaraffenland der Texturen und lassen es sich auch nicht nehmen, einen falschen Queen-Chor vom Baum zu pflücken. Es spricht einiges dafür, dass der Moment kurz vor dem Sprung ins Rampenlicht wieder mal der größte ist. So gut werden sie vielleicht nie wieder sein, diese falschen Geschwister mit den Käse-Gesichtern.

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