Bonnie „Prince“ Billy: Er ist der wahre Prince Of Darkness

Namen sind Schall und Rauch, bei Will Oldham aber vor allem Schall und Mittelpunkt eines Verwirrspiels, von dem der Künstler, der jetzt wieder Prince heißt, noch lernen könnte. Oldham veröffentlichte seine Platten seit Anfang der neunziger Jahre als Palace, Palace Brothers, Palace Music, Palace Songs, unter eigenen Namen und ab 1998 als Bonnie „Prince“ Billy. Oldhams letzter Namensmarkierte auch einen Stil-Wechsel. Die Musik, vorher in der LoFi-Schublade abgelegt, klang bei Bonnie „Prince“ Billy melodischer, gleichzeitig düsterer, filigraner. Wo es früher indie-folkig tönte, wärmen sparsame, akustische Arrangements das Herz. Mit brüchiger Stimme trägt „Prince“ seine Lyrik über verlorene Liebe, Verzweiflung und Sünde vor. Danke dafür: für Zeilen wie diese: „Why can’t I he loved as what 1 am? A wolf among wolves, and not as a man among men „.

Lilas hat er uns beschert? Drei der besten Songwriter- Alben der vergangenen fünf Jahre. Das wollen mir als nächstes von ihm hören: ein Album, auf dem er die größten Palace-Songs neuinterpretiert. Es sollte vielleicht BONNIE „PRINCE“ BILLY SINGS THE GREATEST PALACE MUSIC heißen.

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