Abenteuer am Amazonas


Das gestörte Verhältnis des Menschen zur Natur hatte der britische Regisseur John Boorman schon 1972 in seinem Film „Deliverance – Beim Sterben ist jeder der erste“ eindrucksvoll dargestellt. In „Zardoz“ (1974) und „Excalibur“ (1981) erzählte Boorman mythische Geschichten aus ferner Zukunft und alter Vergangenheit. In seinem neuen Film „Der Smaragdwald“ verbindet er jetzt beides miteinander: Es geht um die Geschichte eines Jungen, der von Amazonas-Indianern entführt wird und damit in seiner Entwicklung quasi um zehntausend Jahre zurückversetzt wird. Denn die Indianer vom Stamm der „Unsichtbaren“, die den 7jährigen Tommy, Sohn eines weißen Ingenieurs, mit sich nehmen, leben wie in der Steinzeit.

Zehn Jahre lang durchforscht der Vater den Urwald – und eines Tages findet er seinen Sohn, der sich zum Indianer entwickelt hat.

Bis hierhin ist die Geschichte tatsächlich passiert. Der echte Vater ließ seinen Sohn damals bei den Indianern zurück, weil er erkannte, daß er dort glücklicher leben würde.

In Boormans Film führt die Kluft zwischen den beiden Kulturen zu dramatischen Ereignissen: Weil der Stamm der „Unsichtbaren“ von der Vernichtung durch einen anderen Stamm bedroht ist, der von den Weißen Waffen erhält, entschließt sich Tommy, seinen leiblichen Vater um Hilfe zu bitten – und begibt sich aus dem Urwald in die Stadt.

Den 17jährigen Tommy spielt übrigens Charley Boorman, der Sohn des Regisseurs.