Adidas will weiterhin „Yeezys“ verkaufen – auch ohne Kanye West

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Am Mittwoch (09. November) gab Adidas bekannt, weiterhin die „Yeezys“-Schuhe, die sie seit 2015 zusammen mit Kanye West verkaufen, trotz der geschäftlichen Trennung von dem Rapper, Designer und Unternehmer auch weiterhin auf den Markt zu bringen. Adidas sei „der alleinige Besitzer an den eingetragen Rechten der existierenden Produkte“, sagte Harm Ohlmeyer, der CFO von Adidas dazu.

Adidas trennte sich am 25. Oktober von Kanye West, vor allem wegen seiner antisemitischen Kommentare. Bereits davor war der Rapper nicht auf einer Wellenlänge mit dem Unternehmen. Im Juni 2022 beschwerte sich West über die Sandalen „Adidas 22“, die optisch für ihn zu viel Ähnlichkeit mit seinen „Yeezy Slides“ hätten. An der gesamten Sandalen-Reihe von „Yeezys“ hat der Rapper die Rechte bereits 2020 erworben. Im September lud West einen gefälschten Zeitungsartikel mit der Überschrift, der Adidas-CEO Kasper Rørsted sei verstorben, auf seinem Instagram-Kanal hoch. Der Beitrag wurde bereits gelöscht.

Harm Ohlmeyer betonte außerdem, Adidas „plant, die Rechte an dem Produkt bereits 2023 zu nutzen.“ Denn ihnen gehören „alle Versionen und neuen Farbgebungen. Es ist unser [geistiges Eigentum]“. Auf die Frage, was genau mit den Schuhen geplant sei, antwortete er nur: „Wir arbeiten uns durch alle Optionen durch. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, werden wir Genaueres sagen.“

Ohlmeyer fügte außerdem hinzu, dass Adidas dieses Jahr wohl etwa 502 Millionen Euro weniger Umsatz machen, dafür aber aufgrund der Trennung von Kanye West im kommenden Jahr 2023 bis zu 302 Millionen Euro an Ausgaben sparen werde. Die Summe entstand durch die Vermarktungskosten der Schuhe sowie Lizenzgebühren, die sie an Kanye West zahlen mussten. Dieser verlor wegen dem geplatzten Deal mit Adidas eine Summe von 1,5 Milliarden Euro von seinem Vermögen und ist auch kein Milliardär mehr. 

Kanye West machte sich zuletzt nicht nur mit seinen antisemitischen Kommentaren unbeliebt, sondern erregte zusätzliches Aufsehen mit dem Tragen von „White Lives Matter“-Shirts auf der Pariser Fashion Week. Außerdem verbreitete er Verschwörungstheorien über den Tod von George Floyd, der laut West nicht an Polizeigewalt, sondern einer Drogenüberdosis starb. 


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