Alex Turner, Lady Gaga, Rihanna, Nina Persson – welche Popstars in den Frontrows der Pariser Fashion Week auffielen

„PaRih“, so betitelte Style.com jüngst einen Artikel – in Anspielung auf Rihanna und die in der vergangenen Woche stattgefundenen Pret-a-Porter Schauen in Paris. Dort war gerade die Bombe aus Barbados omnipräsent und sorgte mit ihren Outfits für Aufsehen bei den Fans und für eine Menge Aufmerksamkeit bei den Designern. Ihr Outfit, das sie zur Comme des Garcons Show trug, ist mit Sicherheit eines der Highlights der Fashionweek gewesen, neben Rihannas Outfit zur Dior-Show natürlich, wo sie in Strapsen, Sonnenbrille und knallrotem Pelzmantel aufkreuzte.

Während Rihanna bei nahezu allen Shows gern gesehener Gast ist, hat jeder Designer verschiedene Genres beziehungsweise Künstler, die mittlerweile aus der Frontrow nicht mehr wegzudenken sind. Was Lady Gaga für Versace (geworden) ist, bedeuten Kanye West, Angel Haze und sonstige R&B- + HipHop-Konsorten für Givenchy. Lily Allen ist seit ihrem Auftritt für eine Chanel-Show nicht mehr von der Sitzbank des Labels wegzudenken und seitdem Hedi Slimane Saint Laurent als Creative Director führt, gesellt sich das Who-is-Who der Indie-, Garage- und Rockszene (u.a. Alex Turner, Miles Kane, Lenny Kravitz, Sky Ferreira) Saison für Saison in seine Front Row. In diesem speziellen Fall sind sie sogar Hauptinspiration der Marke. Sogar Nina Persson, die man modisch nicht unbedingt als Inspiration bezeichnen möchte, saß bei Chloé nachdem sie ganz brav Sitzplatzkarte und obligatorisches On-Location Beweisbild postete.

Während Prominente Nicht-Musiker lediglich Yellow-Press-Blättchen und ihre Social-Media-Accounts füllen, haben Musiker CD-Cover, Musikvideos und ganze Touren, die man ausstatten kann. Besonders beliebt sind hier natürlich Showtalente wie Madonna, Beyoncé oder Kylie, die in ihrem komplett in Saint Laurent gehüllt ist. Dies hat zur Folge, dass man sich außerdem gerade im Bereich Konzertausstattung mit aufwendigeren oder auch „Prestige“-Teilen der Kollektion austoben kann, die man den Promis (von Lady Gaga mal abgesehen) so gar nicht im öffentlichen Leben anziehen könnte, die aber das Savoir Faire einer Marke zeigen und Begehren schaffen.

Und was haben die Stars davon? Im besten Fall werden ihre Songs auf der Show des jeweiligen Designers gespielt oder zumindest ein Remix davon. Nachdem Chanel etwa den Prince-Remix von Janelle Monaes „Q.U.E.E.N.“ als Musik verwendete, rissen sich alle um den Song, der aber nie veröffentlicht wurde. Gut für Janelles Album ELECTRIC LADY, das im gleichen Zeitraum erschien. Wir wissen, dass der Vergleich mit Deutschland immer ein wenig hinkt, aber auch hier gibt es einige großartige Acts, auf die hoffentlich bald mal ein internationales Label aufmerksam wird.

__

Jan Schmechtig bloggt unter Horstson.de über Männermode und Musik – und in loser Regelmäßigkeit auf musikexpress.de.


Auf dieser Seite wurden Inhalte entfernt, die von MuZu stammen

Werbung

Jetzt in die Zukunft starten mit den neuen MagentaMobil Tarifen

Ab sofort inklusive 5G*. Jetzt in die Zukunft starten!

Mehr Infos


James Bond: Titel für den neuen Film offiziell bekanntgegeben
Weiterlesen