„Amen Break“: Crowdfunding für berühmtesten Drum-Beat aller Zeiten

Wenn Ihr in den letzten Jahren Musik gehört habt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr den „Amen Break“ kennt. So bezeichnet man ein vier Takte langes Schlagzeugsolo, das zuerst Gregory Coleman, Drummer der Funkband The Winstons, 1969 im Song „Amen, Brother“ spielte. Unzählige Musiker und Bands haben den Ausschnitt bereits in ihren Songs benutzt – Oasis gehören ebenso dazu wie die Nine Inch Nails, Aphex Twin oder Rammstein, um nur einige zu nennen.

Jedoch erhielten weder Coleman, noch Richard L. Spencer, Sänger und Saxophonist der Winstons sowie Arrangeur von „Amen, Brother“, Tantiemen für ihre Leistung. Der Schlagzeuger geriet sogar in die Obdachlosigkeit und verstarb 2006. Nun soll eine Crowdfunding-Kampagne für Gerechtigkeit sorgen. „Wenn Du je Musik mit dem Amen Break geschrieben oder verkauft hast oder Dir bloß einer der Hunderttausenden Songs, die ihn verwenden, gefallen hat, bitte spende zu diesem guten Zweck, damit die weltweite Musik-Community dem Mann etwas zurückgibt, der für diesen legendären Breakbeat verantwortlich ist“, schreibt Martyn Webster, der die Kampagne ins Leben rief.

Spencer hingegen zeigte sich zunächst ahnungslos über die Popularität des „Amen Break“, appellierte jedoch daran, dass die Menschen „das Richtige tun“ sollten und etwas dafür geben könnten, dass sie den Beat benutzt hätten. Crowdfunder Webster hält fest, dass sämtliche Spenden an Richard L. Spencer gehen sollen. Wenn jemand jedoch einen Kontakt zu Colemans Tochter und Stieftochter herstellen könne, so Webster weiter, könnten die Einnahmen teilweise auch an sie gehen.

Wer den „Amen Break“ noch immer nicht zu kennen glaubt, kann sich hier vom Gegenteil überzeugen:


Prince: Neue Netflix-Dokumentation geplant
Weiterlesen