Apple Music und weltweite Indielabels einigen sich nun doch

Zwei Richtungsänderungen innerhalb einer Woche: Nachdem Apple ankündigte, Musiker nun doch schon in der Testphase ihres neuen Streamingdienstes Apple Music zu bezahlen, lenken auch die Indielabels ein und haben mit Apple eine Einigung erreicht.

Alison Wenham vom Worldwide Independent Network (WIN) erklärte in einem Statement:

„I am pleased to say that Apple has made a decision to pay for all usage of Apple Music under the free trials on a per-play basis, as well as to modify a number of other terms that members had been communicating directly with Apple about. With these changes, we are happy to support and endorse the deal.“ Weiterhin betont sie, dass Apple eine lange und tiefe Beziehung zur Musiker-Community habe und sich immer dafür eingesezt habe, dass Künstler für ihre Arbeit bezahlt werden. „We think Apple Music provides artists with a business model that’s good for the long term and we look forward to its launch on June 30.“

Teil des WIN sind unter anderem die Beggars Group mit ihren Labels 4AD, Rough Trade, Matador und XL Recordings und somit Künstler wie Adele, Radiohead, The National, Bon Iver, The Horrors und Vampire Weekend sowie die Secretly Group mit ihren Labels Secretly Canadian, Jagjaguwar, Dead Oceans und The Numero Group.

Was zuvor passiert war?

AppleMusic will pay artist for streaming, even during customer’s free trial period“, twitterte Eddy Cue, Apples „Senior Vice President of Internet Software and Services“, am Sonntag, nachdem die Kritik an Apples Geschäftsmodell von Musikern weltweit lautstark kritisiert wurde.

„We don’t ask you for free iPhones. Please don’t ask us to provide you with our music for no compensation,“ schrieb Popstar Taylor Swift vorab in einem via Tumblr veröffentlichten offenen Brief an Apple. Darin erklärte sie, warum sie ihr Album 1989 nicht bei Apple Music anbieten möchte. Apples Eddy Cue reagierte direkt darauf: „We hear you taylorswift13 and indie artists. Love, Apple“, twitterte er ebenfalls, als er Apples Umdenken erklärte.

Davor gab es eine Abfuhr für Apple: Acts wie Adele, The National, Alabama Shakes und Radiohead hatten offenbar kein Interesse daran, ihre Musik über den neuen Streaming-Dienst Apple Music verscherbeln zu lassen. In einer Mitteilung von „Digital Music News“ hieß es, dass über 50 Prozent aller Indie-Künstler ihre Platten nicht zur Verfügung stellen möchten.

Apple hatte sich das Problem selbst eingebrockt: Wie ein kürzlich geleakter Vertrag zeigte, plante das Unternehmen ab dem 30. Juni eine dreimonatige, kostenlose Testphase für seine Neukunden zu starten. Währenddessen sollten Künstler kein Geld dafür erhalten, dass sie ihre Musik im Stream anbieten. Zum Launch des Streaming-Service jedoch nur ein spärliches Sortiment vorzeigen zu können, dürfte Apple nicht gerade gefallen.


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