„Babylon Berlin“-Soundtrack: Hört hier den Titelsong „Zu Asche, zu Staub“

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Die Szene ist das Highlight der ersten Doppelfolge „Babylon Berlin“: Im Tanzcafé „Moka Efti“ erscheint eine androgyne Gestalt auf der Bühne. Eine Russin, als Mann verkleidet, so viel hört und sieht man. Die Livemusik setzt ein, die Sängerin beginnt anmutend und mit starken Akzent mit den Zeilen „Zu Asche, zu Staub, dem Licht geraubt, doch noch nicht jetzt, Wunder warten bis zuletzt“, steigert sich gemeinsam mit der Band bis hin zu einem erhabenen Moment, der wiederum in den Zeilen „Du bist dem Tod so nah, und doch dein Blick so klar, erkenne mich, ich bin bereit und such mir die Unsterblichkeit“ gipfelt – und statt so gebannt wie die Zuschauer der Serie zu sein, tanzt das Publikum im „Moka Efti“, als ob es kein Morgen gäbe. Aber die Menschen dort lebten ja auch zu einer Zeit, in der man das nicht so genau wusste.

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„Babylon Berlin“ spielt 1929 in, richtig, Berlin. Es geht um Politik, Polizeiarbeit und Prostitution in der damals wohl spannendsten Stadt der Welt – zehn Jahre nach dem ersten Weltkrieg, vier Jahre vor Hitlers Machtübernahme, Tage vor den als Blutmai bekannten Mai-Unruhen. Erzählt wird die Geschichte von Kommissar Gereon Rath (Volker Bruch), aus Köln geschickt, um in Berlin kompromittierende Fotos zu vernichten, der während seiner Arbeit die junge Charlotte Ritter (Lisa Liv Fries) kennenlernt, die so gerne eines Tages bei der Sitte oder dem Morddezernat anheuern würde. Die Serie basiert auf den Kriminal-Romanen von Volker Kutscher und ist die bisher teuerste deutsche Fernsehproduktion aller Zeiten.

Den Titelsong „Zu Asche, zu Staub“ singt Severija Janušauskaitė

 

Über die mysteriöse Entertainerin namens Nikoros, die im „Moka Efti“ gefeiert wird wie heute Lady Gaga beim Super Bowl, wissen die Zuschauer zum Zeitpunkt ihres Auftritts noch nicht viel. Milder Spoiler: Später wird sie sich als Affäre eines Trotzkisten herausstellen, die ein doppeltes und für Deutschland und Russland hochgefährliches Spiel spielt. Am Ende ihrer dreieinhalbminütigen Revue verschwindet sie mit einem Knall – das hypnotische Lied aber, das bleibt. Es heißt „Zu Asche, zu Staub“ und ist ein „Neo-Chanson irgendwo zwischen Marianne Rosenberg, Kraftwerk und Rammstein“, seine Interpretin heißt eigentlich Severija Janušauskaitė und ist eine litauische Schauspielerin. Unter ihrem Vornamen haben sie und die Macher von „Babylon Berlin“ den Titelsong bereits im November 2017, zum Serienstart auf Sky, als Single ausgekoppelt. Das Video dazu versammelt Szenen aus der Serie und von besagtem Auftritt, der komplette Soundtrack zur Serie ist am 24. November 2017 erschienen.

„Babylon Berlin“ umfasst aktuell zwei Staffeln und war seit dem 13. Oktober auf Sky Deutschland zu sehen, eine dritte und vierte Staffel ist in Planung. Am 3o. September feiert „Babylon Berlin“ seine Free-TV-Premiere: Die ersten drei Folgen werden in der ARD um 20:15 Uhr ausgestrahlt und werden danach in der Mediathek im Stream zu sehen sein. Alle weiteren der insgesamt 16 Folgen werden jeweils donnerstags um 20:15 Uhr ausgestrahlt.

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