Backstage-Foto: Jessie Ware – Der Morgen danach

Das Gros der Menschen, die in den Passfotoautomaten an der Falckensteinstraße in Kreuzberg steigen, hat Quatsch im Kopf und Schnaps im Blut. Am Morgen des 20. November hatte der Automat endlich mal ein nüchternes Gesicht vor der Linse: das von Jessie Ware, der britischen Sängerin, glücklich nach ihrem ersten Konzert in Berlin. Zugegeben: Ein wenig strapaziert war sie. Am Tag zuvor hatte sie eine Lebensmittelvergiftung, auf der Bühne des Bi Nuu streikte dann auch noch das Mikro. Doch Jessie nahm alle Hürden mit der gleichen coolen Gelassenheit, die auch die Balladen ihres Albums devotion ausstrahlen. Nach ein paar Tropfen gegen Übelkeit und einem Teller Falafel mit Mangosoße war sie bereit für ihre private Fotosession: Kussmünder, Herzchen-Zeichen, ja, auch ein paar Grimassen – Mitbringsel für ihren Freund, der daheim in London geblieben war. Devotion eben.

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