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Bela B. im Interview: “Für das Duett mit Charlotte Roche werde ich heute noch beneidet”

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Ja, es ist Euch vielleicht auch schon aufgefallen: Bela B., der supergesellige und vielseitig interessierte Schlagzeuger von Die Ärzte, hat schon sehr viele Featuring-Auftritte absolviert, und wenn er im Duett singt, singt er fast immer mit Frauen. Heike Makatsch, Jasmin Wagner alias Blümchen und Charlotte Roche waren schon darunter.

Auf seinem neuen Album BYE, das Bela B. mit Hilfe der Nürnberger Band Smokestack Lightnin´ und der Hamburger Musikerin Peta Devlin im Americana-Sound aufgenommen hat, spielen seine weiblichen Gäste eine ganz besondere Rolle: Ladys wie Wanda Jackson, Lucinda Williams und Katzenjammer zählen die Songs der Platte ein. Im Interview mit dem Musikexpress erzählt Bela B., warum es ihn als Solomusiker immer wieder zu Frauen hin zieht:

Musikexpress: Wieso sind es eigentlich nur Frauen, die deine Songs einzählen dürfen?

Bela B.: Das ist schon so eine Art Credo von mir. Ich singe ja sehr gerne Duette. Abgesehen von dem mit Lee Hazlewood hat das aber mit anderen Männern nie so richtig funktioniert. Bei Frauen hat es immer sofort geklappt. Das ist einfach ein Teil von mir. Mein musikalisches Verständnis ist geschult durch so Duett-Sachen: Sonny und Cher oder eben Hazlewood und Nancy Sinatra. Auch die ersten Solosachen, die ich gemacht habe, waren Duette.

Ich weiß nicht, wie weit man hier mit Küchentischpsychologie kommt, aber: Hast du dir unter diesem Gesichtspunkt schon mal einen Reim darauf zu machen versucht, warum es dich immer wieder zu weiblichen Duettpartnern hinzieht?

Bela B.: Das hat schlichtweg einen bestimmten Charme. Man lernt sich kennen, will dann einfach mal was zusammen machen … Männer gehen in Kneipen und reißen Frauen auf – ich überrede sie, ein Duett mit mir zu singen. (lacht) Im Zweifel bleibt davon mehr. Um mein Duett mit Charlotte Roche werde ich heute noch beneidet. Vor allem um das Foto mit ihr.

Man wird im Zweifel auch von seiner Lebenspartnerin nicht so schräg angeschaut …

Bela B.: Das kann auch sein. Schon als junger Punkrocker im „Risiko“ in Berlin, dem Treffpunkt der „Genialen Dilettanten“, habe ich viel von diesen Sachen von Hazlewood und Sinatra und so gehört. Das ist mir geblieben, trotz des ganzen Lärms, den ich sonst mochte. Ich will das auch gar nicht weiter ergründen. Ich fühle mich einfach wohl damit, vielleicht auch mit diesem leicht sexuellen Unterton. Wenn zwei Stimmen harmonieren, ist das eine tolle Sache.

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Das weitere Interview, in dem Bela über seine Rückkehr in die kleinen Clubs, mögliche Auftritte auf einem Countryfestival und davon erzählt, warum sich Joan Jett nicht mehr bei ihm meldet, findet sich in der aktuellen Ausgabe des Musikexpress.

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