Mit diesen Tricks kommt man an Autogramme der Musik-Stars
Eine Unterschrift von Eminem oder Taylor Swift zu ergattern ist für viele kaum möglich. Es sei denn, man beachtet ein paar kleine Kniffe.
Leicht ist es nicht, an ein Autogramm von Musiker:innen zu kommen. Wenn man aber ein paar Regeln und Tricks beachtet, erhöht sich die Chance um ein Vielfaches.
1. Timing am Hotel ist alles
Die meisten Muiker:innen der A-Kategorie steigen in den bekanntesten Fünf-Sterne-Hotels der jeweiligen Stadt ab, die sich meist nicht weit entfernt von der Konzertlocation befinden. Anstatt nach dem Konzert vergeblich auf einen Autogramm-Moment zu hoffen, sollte das Timing auf die Mittagsstunden oder den frühen Nachmittag vor dem Gig liegen. Zu dieser Zeit verlassen die Stars das Hotel meistens für den anstehenden Soundcheck in der Halle. Positioniere dich unauffällig, aber gut sichtbar in der Nähe des Hinterausgangs oder der Tiefgaragen-Ausfahrt. Da die Musiker:innen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vom Konzert erschöpft sind, stehen die Chancen für ein kurzes Gespräch und eine Unterschrift hier besonders gut.
2. Den Tourbus im Blick behalten
Der Bereich um die Tourbusse hinter der Konzerthalle ist oft ein Hotspot für Autogrammjäger, allerdings auch etwas für Profis. Denn es erfordert viel Geduld und das richtige Zeitmanagement. Man sollte bereits vier bis fünf Stunden vor dem offiziellen Einlass herausfinden, wo sich die abgesperrte Backstage-Zufahrt befindet. In diesem Zeitfenster treffen die Musiker:innen in der Regel an der Halle ein, um den Soundcheck durchzuführen und die Bühne zu testen. Nach dem Soundcheck gibt es dann oft eine Phase des Leerlaufs, in der es nicht ungewöhnlich ist, dass sich die Stars für ein paar Minuten die Beine vertreten. Halte dich allerdings besser an die Absperrungen, um die Security nicht gegen dich aufzubringen.
3. Promo-Termine bei Radio und TV nutzen
Kaum ein Arena-Konzert, das nicht von etwas Promotion begleitet wird. Meist heißt dies, dass Musiker:innen bei Radio- oder TV-Terminen zu finden sind. Recherchiere im Vorfeld des Konzerttages, wo das sein könnte. Meistens geben die Stars am Vormittag Live-Interviews. Der große Vorteil an diesen Orten ist die extrem geringe Konkurrenz um eine Unterschrift. Wenn du dich rechtzeitig am Ein- oder Ausgang des Sendergebäudes positionierst, ist die Chance schon deswegen hoch, weil hier die Atmosphäre meistens sehr entspannt ist und sich die begehrten Künstler:innen etwas mehr Zeit nehmen können.
4. VIP-Upgrade bringt öfter ein Autogramm
Wer kein Risiko eingehen möchte (und etwas mehr Kleingeld parat hat), kann auch seine Chance mit einem VIP-Ticket nutzen. Viele Veranstalter bieten exklusive Pakete an, die ein sogenanntes „Meet & Greet“ beinhalten. Dies ist zwar die kostspieligste Variante, garantiert dir aber im Gegenzug ein geordnetes Treffen mit den Musiker:innen in einem privaten Rahmen. Ob es wirklich eine Chance gibt, steht meist bereits im Vorfeld in den AGBs des Veranstalters. Oft gibt es Beschränkungen, wie viele Gegenstände signiert werden dürfen oder ob eigene Stifte erlaubt sind. Wer sich hier nicht daran hält, könnte leer ausgehen.
5. Höflichkeit als Türöffner nutzen
In der Aufregung neigen viele Fans dazu, den Namen ihres Lieblings in ohrenbetäubender Lautstärke zu kreischen. Das ist keine gute Idee, denn kaum einer möchte sich diesem Stress aussetzen. Wer stattdessen ruhig bleibt und unaufdringlich Augenkontakt sucht und zudem den Star höflich mit seinem echten Namen oder Vornamen anspricht, hat deutlich bessere Chancen. Ein freundliches „Bitte“ und ein ehrliches Kompliment zu einem bestimmten Song bewirken auch oft Wunder. Behandle die Security-Mitarbeiter dabei stets mit Respekt. Wer in solchen Situationen positiv auffällt und sich kooperativ verhält, hat am ehesten die Möglichkeit, dass das Personal ein Auge zudrückt und ein Album oder etwas anderes für eine Unterschrift durchreicht.
6. Einen Schatz mitbringen
Musiker:innen reagieren stark auf visuelle Reize. Wer in einer Gruppe von Fans eine nicht mehr erhältliche Vinyl-Schallplatte, eine teure Super-Deluxe-Edition oder ein selten beachtetes Tour-Artwork hochhält, sticht natürlich aus der Masse heraus. Es ist bekannt, dass viele Stars lieber solche geschichtsträchtigen Objekte signieren als etwas vom Merch-Stand oder gar ein weißes Blatt Papier. Oftmals chancenlos bleibt man auch mit wahllos aus dem Internet ausgedruckten Fotos. Das hat auch einen Grund: Dies erweckt bei den Stars und ihrem Management sofort den Verdacht, dass die Autogramme später nur teuer auf Online-Plattformen weiterverkauft werden sollen.
7. Der Vorteil mit dem passenden Stift
Ein oft unterschätzter Fehler bei der Vorbereitung für die Autogrammjagd ist das Fehlen eines geeigneten Schreibwerkzeugs. Stars haben selten selbst einen Stift parat. Ein dicker, wasserfester Marker mit einer robusten Rundspitze ist ideal, denn er kann sofort auf verschiedenen Oberflächen haften. Optimal ist es, einen glänzenden Silber- oder Goldton zu wählen, gerade wenn dunkle Albumcover oder schwarze T-Shirts unterschrieben werden sollen. Für helle Flächen oder klassische Poster eignet sich ein sattes Schwarz am besten. Noch ein Tipp: Immer die Kappe des Stifts bereits abgezogen haben, so geht es für die Musiker:innen schneller.
So gibt’s Autogramme von…
Taylor Swift
Es ist eigentlich unmöglich geworden, von Taylor Swift ein Autogramm auf der Straße zu ergattern. Ihr Management nutzt stattdessen eine andere Strategie, um echten Fans handsignierte Alben zukommen zu lassen. Die Sängerin platziert regelmäßig und stets unangekündigt streng limitierte, handsignierte CD- oder Vinyl-Editionen ihrer Platten in ihrem Webstore. Wer hier rechtzeitig zuschlagen will, kann automatisierte Page-Monitor-Apps (wie Distill oder Visualping) nutzen, die sofort Alarm schlagen, sobald sich etwas auf der Website ändert.
Billie Eilish
Billie Eilish gibt einfach keine Autogramme mehr on the road. Das hat auch den Grund, dass allergisch auf professionelle Händler reagiert, die ihre Unterschrift nur gewinnbringend verkaufen wollen. Es ist aber bekannt, dass die Sängerin auf persönliche Briefe und selbstgemachte Geschenke und rund um Konzerte auf ehrliche Komplimente und Kreatives reagiert. Manchmal greift sie sich dann doch spontan das Plakat und unterschreibt es oder reagiert bei großem Gefallen sogar mit einer Umarmung.
Ed Sheeran
Ed Sheeran gilt ja seit langer Zeit als einer der nahbarsten Superstars der Pop-Welt. Einmal stellte er sich mit einem Truck auf den Parkplatz eines Supermarktes in Hertfordshire, um seine eigene scharfe Sauce („Tingly Ted’s“) zu promoten. Dazu gab es für überraschte Kunden reihenweise Autogramme. Auf Tour hat er laut Insidern oft Lust, sich in der jeweiligen Stadt umzusehen. Wer seinem Social-Media-Account und einigen Fan-Accounts folgt, bekommt oft schnell mit, wo er in Kneipen, Kaufhäusern oder Museen auftaucht. Hier ist die Chance groß, bei entsprechend höflicher Anfrage ein Autogramm abzustauben.






