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Berlin-Konzert: So war es bei George Ezra in der Kantine am Berghain

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George Ezra gilt als eine der...

Mit Hemd und ordentlich zurechtgerücktem Pullover sieht George Ezra wie ein braver Schulbub aus, als er am 18. März 2014 in der Kantine am Berghain auftritt. Der Absolvent des Bristol Institute Of Modern Music steht an diesem Abend nur mit einer Gitarre auf der sonst leeren Bühne und schaut etwas schüchtern in das zahlreich gekommene Publikum – das Konzert ist offiziell ausverkauft.

Der junge Brite hat bisher die beiden EPs DID YOU HEAR THE RAIN? und CASSY O‘ veröffentlicht und mit dem Song „Budapest“ auch schon einen festen Platz in den Radio-Playlists gefunden – ein Album soll bald folgen. Vom britischen NME wurde er für 2014 als einer der neuen heißen Acts vorausgesagt und bespielte dementsprechend auch schon die Bühne des „Glastonbury„-Festivals und trat als Support von Musikern wie Tom Odell auf.

Der von Musikern wie Bob Dylan, Neil Young und John Martin inspirierte Musiker war in den vergangenen Monaten viel unterwegs, spielte erst im Januar zwei kleine Gigs in Deutschland. In Berlin sorgt seine voluminöse, tiefe Stimme für andächtige Stille im Saal der Berghain Kantine. Eine Stimme, die man ihm, wenn man ihn auf der Straßen treffen würde, wohl nicht zutrauen würde.

George Ezra zieht die Blicke des Publikums auf sich, fixiert selbst aber immer nur bestimmte Punkte im Raum an, wirkt scheu, den Blickkontakt zu den Zuschauer nicht lange halten könnend. Doch genau diese Unbedarftheit macht den jungen Briten sympathisch, auch weil er trotzdem souverän in seinem Auftreten bleibt, seine Songs unprätentiös anmoderiert.

Mit konzentriertem, nachdenklichen Blick performt Ezra an diesem Abend seine Songs, schließt dabei immer wieder seine Augen und bewegt sich mit dem Oberkörper zum Takt der Musik hin- und her. Die Stücke wie „Budapest“, „Cassy O'“, „Angry Hill“ oder „Benjamin Twine“ klingen verspielt, luftig und voller Wärme.

Als er nach gut 50 Minuten die Bühne der Berghain Kantine verlässt, scheint der jetzt etwas müde wirkende George Ezra wieder etwas unsicher zu wirken: Soll er gehen oder noch eine Zugabe spielen? Zaghaft spielt er schließlich weiter. Freundlich, sympathisch und ein wenig schüchtern, so ist George Ezra nun mal. Im Juni 2014 kann man ihn dann wieder in Deutschland zu Gesicht bekommen, denn dann spielt er bei den Festivals „Hurricane“ und „Southside“.

Hier könnt Ihr Euch sein Musikvideo zum Song „Budapest“ anschauen:

George Ezra – Budapest (Official Video) from AbleMedia on Vimeo.



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