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Berlinale 2020: Alle Gewinner*innen des Filmfestivals im Überblick

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Die 70. Berlinale ist so gut wie geschafft. Nur noch am Sonntag, den 1. März, werden in diesem Rahmen Filme präsentiert, vor allem rund um den Potsdamer Platz. Aber schon am Samstagabend fand traditionell die Auszeichnung der besten Werke statt. Insgesamt 18 Filme traten im Wettbewerb um den begehrten Bären, dem Award des Festivals, an. Carlo Chatrian, künstlerischer Festivalleiter, sagte über die Wettbewerbsbeiträge, dass diese eher „illusionslos auf die Gegenwart blicken – nicht, weil sie Schrecken verbreiten, sondern weil sie uns die Augen öffnen wollen.“

Der iranische Film „Es gibt kein Böses“ wurde mit dem Goldenen Bären geehrt. Das Episodenwerk behandelt die Todesstrafe. Regisseur Mohammed Rassulof konnte bei der Preisverleihung jedoch nicht vor Ort sein, er konnte keine Reiseerlaubnis bekommen.

In diesem Jahr trennte man sich erstmalig von der Kategorie „Außer Konkurrenz“ und präsentierte dafür die Rubriken Berlinale Special und Berlinale Special Gala, für die 20 Filme aus 19 Ländern ausgesucht wurden. Auch der nach dem ersten Berlinale-Leiter betitelte Alfred-Bauer-Preis wurde 2020 nicht verliehen. Grund dafür sind die von der Zeit öffentlich gemachten NS-Vergangenheit von Alfred Bauer. 2019 gewann Nora Fingscheidts intensives Drama „Systemsprenger“ diesen Award. Beim Musikexpress wurde der Film ebenfalls in die Bestenliste 2019 gevotet – und zwar auf Platz 9.

Die Preisträger*innen des Jahrgangs 2020 in der Übersicht:

Goldener Bär für den Besten Film

„Es gibt kein Böses“ von Mohammed Rassulof

Silberner Bär/Großer Preis der Jury

„Never Rarely Sometimes Always“ von Eliza Hittman

Silberner Bär für die Beste Regie

Hong Sangsoo für „Domangchin Yeoja“ („Die Frau, die rannte“)

Bester Dokumentarfilm

„Irradiés“ von Rithy Panh

Silberner Bär für die Beste Darstellerin

Paula Beer für „Undine“

https://www.youtube.com/watch?v=HJq0nVtAOks

Silberner Bär für den Besten Darsteller

Elio Germano für „Volevo nascondermi“ („Hidden Away“)

Preis für den besten Erstlingsfilm

Camilo Restrepo für „Los conductos“

Goldener Bär für den besten Kurzfilm

Keisha Rae Witherspoon für „T“

Silberner Bär für das Beste Drehbuch

Fabio und Damiano D’Innocenzo für „Favolacce“

Silberner Bär für eine herausragende künstlerische Leistung

Jürgen Jürges für seine Kameraarbeit in „DAU. Natasha“

Silberner Bär/Sonderpreis

Benoît Delépine und Gustave Kervern für „Effacer l’historique“ („Delete History“)


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