Black Kids: Partie Traumatic

von

Studio 54 Disco meets Indiepop. Dazu mit Reggie Youngblood ein Sänger der mit viel Ironie und immer einer gehörigen Portion Melancholie in der Stimme Frauen- (und Männer-) Herzen schmelzen lässt, immer gepaart mit einer fröhlich dahin- schwingenden Melodie wie das sonst nur die Smiths konnten oder wie es Belle and Sebastian heute noch fabriziert, selbst wenn es um traurige Themen wie Herzschmerz geht. Ok, die Texte sind wohl alle vom Schulhof bzw. Campus inspieriert, Herz&Schmerz, Werliebtwen? und keiner liebt mich! aber das macht ja nix, wenn’s daherkommt wie ’ne rot-weiße Zuckerstange. Dazu gibts noch weibliche Gesangseinlagen, ein Hammer-Keyboard und Melodien wie Frisch vom Captain-Future-Soundtrack. Ein wenig verspielt wie die Los Campesinos mit viel Einfluss aus den 80ern, so kommen die fünf BoysnGirls aus Jacksonville/Florida daher, irgendwie Retro wie Casio-Uhren und Cherry-Cola, doch auch so frisch und neu wie eiskalte Bionade!Wenn ihr jetzt sagt, „das hab ich doch schon mal, das kenn ich doch irgendwoher…“ dann seit ihr wahrscheinlich im Netz bei Musik oder Videocommunities drüber gestolpert, da rotieren die Black Kids schon seit geraumer Zeit durch die Welt aus 0en und 1en, seit 21. August steht ihr Album nun endlich auch in Deutschland und echt in den Läden. Wer die fünf Amies noch nicht kennt, hört’s euch an, sonst habt ihr was verpasst!Anspieltipps: „Hurricane Jane“, „I’m Not Gonna Teach Your Boyfriend How To Dance With You“, „Hit The Heartbreaks“ Fazit: Back to the 80s? Warum nicht! Digitale Armbanduhren, T-Shirts mit Neonschrift, hohe Nike Turnschuhe und die Black Kids!

El Schungo – 28.08.2008


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