BTS: Regierungsumfrage könnte über Militärdienst entscheiden

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Junge Männer, die in Südkorea geboren wurden, haben ein schweres Los gezogen: Die aktuelle Gesetzeslage verpflichtet sie, vor Ablauf ihrer Zwanziger den Militärdienst anzutreten. Entziehen können sich nur Sportler, die Medaillen bei Olympischen Spielen gewonnen haben, sowie Musiker – beispielsweise in den von der Elite geschätzten Spielarten Klassik und Folk. Von den Ausnahmen ausgenommen sind hingegen Popsänger – zumindest nach jetzigem Stand. Schon seit Jahren wird in Südkorea eine hitzige Debatte geführt, wie man mit den sieben Musikern von BTS verfahren sollte.

Entscheidet des Volkes Wille?

Nun drängt die Zeit: Am 4. Dezember wird das älteste Bandmitglied Jin 30 Jahre alt. Am 31. August wurde öffentlich, dass der südkoreanische Verteidigungsminister Lee Jong-sup eine Umfrage erwägt, um die öffentliche Meinung zur Einberufung des weltberühmten Septetts einzuholen. Vor dem Beginn der Erhebung sollen jedoch einige Fragen geklärt werden – beispielsweise welche unabhängige Agentur die Studie durchführt, wie lange und wer befragt werden soll.

BTS bringen Südkorea Milliarden

Außerdem wird die Umfrage nur einer von vielen Faktoren bei der Entscheidungsfindung sein. Abgewogen werden sollen unter anderem die Wichtigkeit des Militärdienstes und die wirtschaftlichen Vorteile, welche die Boygroup dem Land bringt. Gerade der letzte Punkt ist nicht zu vernachlässigen: Die Umsätze von BTS machten vor einigen Jahren 0,3 Prozent des gesamten südkoreanischen Bruttoinlandsproduktes aus.


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