Casper in hart und zart: So klingt „Alles war schön und nichts tat weh“

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Wie früher am Tage des 13. Septembers berichtet, erscheint am 25. Februar das neue Album von Casper. ALLES WAR SCHÖN UND NICHTS TAT WEH wird es heißen und von Max Rieger produziert worden sein. Der Titel ist eine Referenz an Muff Potter, wie vielleicht einige seiner jüngeren Fans noch googlen mussten.

 

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Max Rieger als Produzent war eine gute Wahl, wie nun der Titelsong beweist: Denn der hat Casper anscheinend dazu gebracht, noch ein paar neue Dinge auszuprobieren. Dank des Pianos und der Streicher am Anfang fühlt man zwar erst HINTERLAND-Vibes erinnert, aber der Refrain überrascht dann doch ungemein. Da singt Casper nämlich auf einmal – ganz zart und auf andere Weise verletzlich, als man es sonst von ihm kennt. Weniger Schmirgelpapier, kaum Testosteron. Perfekt unperfekt, möchte man fast sagen. Das hatte man so von ihm bisher selten bis gar nicht gehört.

Auch die Lyrics haben zwar wieder zahlreiche seiner gewohnten Buzzwords oder Futter für ein Casper-Bingo (das wir mal anlegen sollten), aber auch viele starke Lines wie diese: „Depression bei Fuß, wie ein Hund bei der Jagd“. Thematisch geht es unverkennbar um seine mentale Gesundheit und um den Druck, dem er sich zeitweise ausgesetzt sah. Er verhandelt diese Gefühle singend, rappend, einmal gar schreiend. „Es ging mir darum, mich aus der Schale zu pellen, dieser Song ist für mich wie eine Katharsis – und blickt insofern gleichermaßen zurück wie nach vorne“, sagt er. Eine Katharsis, die auch musikalisch entsprechend wuchtig umgesetzt wurde.

Ein starker Anfang also – und ein Casper in guter Form. Hier kommen Song und Video:

 


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