„I Am: Céline Dion“: Doku will rare Einblicke zu ihrer Erkrankung geben


Dion leidet seit 2022 unter dem Stiff-Person-Syndrom. Die Doku bringt ihren täglichen Kampf näher.

Mit „I Am: Céline Dion“ wird bald auf Amazon Prime Video ein Dokumentarfilm über Céline Dion zu sehen sein. Dabei wird der Fokus jedoch nicht auf ihrer musikalischen Karriere liegen, sondern auf ihrer Erkrankung – die Kanadierin leidet an dem Stiff-Person-Syndrom.

Um rare Einblicke zu ihren täglichen Hürden zu geben, hat die Oscar-nominierte Regisseurin Irene Taylor („The Final Inch“) die Sängerin begleitet. Einen Veröffentlichungstermin gibt es aktuell noch nicht. Jennifer Salke, Chefin der Amazon Studios, beschrieb den Film als eine „ungeschönte, intime Darstellung“.

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Die Herausforderungen der Céline Dion

Nachdem Dion 2022 die Stiff-Person-Befund bekam, entschied sie sich, ihre persönlichen Kämpfe mit dieser bisher selten öffentlich besprochenen Erkrankung publik zu machen. Die Musikerin äußerte auf Instagram: „Die letzten Jahre waren eine große Herausforderung für mich. Die Reise von der Entdeckung meiner Krankheit bis zum Lernen, mit ihr zu leben und umzugehen, ohne mich von ihr beherrschen zu lassen.“ Weiter beschrieb sie, dass sie gemerkt habe, wie sehr sie es vermisst habe, ihre Fans zu sehen. Die 55-Jährige erklärte: „Während dieser Abwesenheit beschloss ich, diesen Teil meines Lebens zu dokumentieren. Und dadurch zu versuchen, das Bewusstsein für diese wenig bekannte Krankheit zu schärfen, um anderen, die diese Diagnose teilen, zu helfen.“

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„I Am: Céline Dion“ soll auch die Entschlossenheit der Künstlerin widerspiegeln, trotz gesundheitlicher Schwierigkeiten wieder auf die Bühne zurückkehren zu wollen. Auch die Vergangenheit der Sängerin wird beleuchtet. Mehr als ein Jahr lang hielt Irene Taylor den Star mit ihrer Kamera fest.

Tour-Verschiebungen 2023 und 2024

Seit der Bekanntgabe ihrer Diagnose im Dezember 2022 musste Dion ihre für 2023 und 2024 geplanten „Courage World Tour“-Konzerttermine in Europa absagen. Damals erklärte sie in einem Video auf den sozialen Medien, wie die Muskelkrämpfe nicht nur ihre Bühnenpräsenz, sondern auch ihren Alltag beeinträchtigen.

Ihre Schwester Claudette Dion gab im Dezember 2023 ein Update zum Gesundheitszustand der mehrfachen Grammy-Gewinnerin: „Sie arbeitet hart, aber sie hat keine Kontrolle über ihre Muskeln“, sagte sie gegenüber der kanadischen Sendung „7 Jours“. Trotzdem bleibt der Traum sowohl von der Musikerin als auch ihrer Familie, wieder live auftreten zu können. Derzeit ist jedoch unklar, wie realistisch das ist.

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Mehr über das Stiff-Person-Syndrom (SPS)

Das Stiff-Person-Syndrom (SPS) ist eine seltene neurologische Erkrankung. Es ist unheilbar und betrifft das zentrale Nervensystem. SPS macht sich durch anhaltende, unkontrollierbare und schmerzhafte Muskelverhärtungen und Krämpfe, insbesondere im Rücken- und Beinbereich, bemerkbar. Die Ursachen der Autoimmunkrankheit sind bisher nicht vollständig bekannt.