Countdown: die besten Remixe aller Zeiten

Im kommenden Musikexpress stellen wir die 100 besten Remixe aller Zeiten vor. Online starten wir bis dahin den Countdown der besten Stücke.

In unserer kommenden Musikexpress-Ausgabe küren wir die 100 Besten Remixe aller Zeiten. Bis dahin starten wir den Countdown mit ausgesuchten Stücken aus der Liste. Wir fangen an mit den Plätzen 100-98.

100. The Skatalites

African Roots Dub (Zion I Dub) (1975)

Das System war immer gleich: Im Black-Ark-Studio von Lee „ Scratch“ Perry wurden erst die Original-Songs aufgenommen (hier von The Skatalites) und später zu Osbourne Ruddock aka King Tubby gebracht, der die Dub-Version herstellte. Tubby konzentrierte sich beim „African Roots Dub“ auf die Hervorhebung der Percussions und ein paar wenige, aber wirksame Effekte aus der Echokammer. Der Track entwickelt auf diese Art einen schleichenden Groove, der die Ska-Pioniere The Skatalites in einem neuen Licht erscheinen ließ.

 

99. Double Exposure

Ten Percent (Walter Gibbons 12“ Mix) (1976)

Hier begann das moderne Remixzeitalter: „Ten Percent“ war die erste 12-Inch-Single, die nicht ausschließlich DJs vorbehalten, sondern im Laden zu kaufen war. Der Mix des Produzenten, Disco-DJs und House-Pioniers Walter Gibbons für Salsoul Records arbeitete die Markenzeichen des Philly-Sound-Originals heraus: viel Percussion in Tateinheit mit Stakkato-Gitarren-Licks und den typischen Streichern. Solche Zwitterwesen aus Soul und Disco sollten schon bald darauf House werden. Wer wissen will, wo James Murphy seine Discoinfiltrationen her hat, muss sich nur die ersten paar Minuten dieses Mixes anhören.

 

98. The Upsetters

One Step Dub (1976)

Eines von hunderten Beispielen für die große Kunst des jamaikanischen Produzenten Lee „Scratch“ Perry. Er war der erste, der das Aufnahmestudio als Instrument begriffen hat. Bei dieser Version von Max Romeos „One Step Forward“ akzentuierte Perry die Minimal-Licks der ohnehin rhythmisch gespielten Gitarre und ließ von Romeos Gesang nur die Zeilen aus dem Refrain übrig. Die wiederholte er über die gesamte Länge des Stücks, beschnitt sie stellenweise und versah sie mit heftigen Echoeffekten.

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