Dead Kennedys – Fresh Fruit For Rotting Vegetables

Provokation bei der Namensgebung (eine Band „Dead Kennedys“ zu nennen grenzte Ende der siebziger Jahre in den USA an Heiligenschändung), Provokation auf der politischen Bühne (Yello Biafra kandidierte 1979 als Bürgermeister von San Francisco, bekam vier Prozent der Stimmen und wurde Vierter von zehn Kandidaten), Provokation in den Inhalten. Die Dead Kennedys verpackten auf ihrem Debütalbum „Fresh Fruit For Rotting Vegetables“ solche strong issues, wie Innenpolitik („California Über Alles“), Außenpolitik („Holiday In Cambodia“], sozialpolitisch indizierte Anarchie („Let’s Lynch The Lanchlord“) und Angst vor dem dritten Weltkrieg („Chemical Warfare“) in vierzehn Ultra-Hochgeschwindigkeits-Songs, die als missing link zwischen dem Punk der späten siebziger und dem Hardcore der frühen achtziger Jahre gelten.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.