Der Kickstarter-Friedhof – fünf skurrile Projekte, die spektakulär scheiterten

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Verfolgt man die Crowdfunding- und Kickstarter-Szene nicht besonders aufmerksam, erreichen einen unterstützenswerte Projekte meist erst, wenn sie bereits erfolgreich und sicher finanziert sind. Die Verlierer im Crowdfunding gehen meist sang- und klanglos unter. Unter diesen Verlierern finden sich zum einen ambitionierte Ideen, denen es einfach an einer überzeugenden Ausarbeitung und ansprechender Präsentation gefehlt hat, es gibt aber auch Projekte, die aufgrund ihrer Absurdität von Beginn an zum Scheitern verurteilt waren.

Über die Suche kann man auf Kickstarter solche Projekte ausfindig machen und einen Blick auf den Crowdfunding-Friedhof der Plattform werfen. Dazu sucht man einfach nur nach Projekten mit einem Ziel über eine Millionen Dollar, die bisher weniger als 1000 Dollar an Funding eingenommen haben – und bekommt dann unter anderem solch skurrile Projekte vorgelegt:

Die „LeBron – Der Erlöser“-Statue

Über Rio de Janeiro wacht die weltberühmte Christus-Statue und geht es nach Michael DeCrane, dann wacht über Cleveland bald eine „LeBron – Der Erlöser“-Statue. Der US-Basketballer gewann zusammen mit den Cleveland Cavaliers die US-Basketball-Meisterschaft 2016. Grund genug, um nach dem Vorbild der brasilianischen Jesus-Statue LeBrons Ebenbild über Cleveland zu errichten. Eine Millionen Dollar sollten für das Projekt aufgebracht werden – am Ende waren es ganze sieben Dollar.


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Das teuerste Foto der Welt

Das teuerste Foto der Welt heißt „Phantom“, wurde von Peter Lik aufgenommen und im Dezember 2014 für 6,5 Millionen Dollar verkauft. In einem Versuch der Absurdität solcher Preise Ausdruck zu verleihen, startete Fotograf Kenneth Wajda sein Kickstarter-Projekt mit einer Mission: Sein Foto mit dem Titel „SKY BLUE SKY“ für genau 6.500.001 Dollar an das Kollektiv seiner Kickstarter-Unterstützer zu verkaufen und damit das teuerste Foto der Welt um genau einen Dollar zu überbieten. Letztlich fanden sich aber nur drei Unterstützer, die bereit waren, seine Fehde mit dem Kunstmarkt mit insgesamt drei Dollar zu unterstützen.

https://www.kickstarter.com/projects/1123635639/sky-blue-sky-the-most-expenive-photograph-ever-sol?ref=ending_soon

Der 24/7-Frühstücks-Lieferdienst

Stellt Euch vor: Frühstück. Zur jeder Zeit. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Also fast – aber zumindest 360 Tage im Jahr. Jacob Kingsford wollte das möglich machen mit einem Frühstück-Lieferservice. Neben einer etwas dürftigen Projektbeschreibung, die im Grunde nur verrät, dass Kingsford einmal um 3 Uhr morgens in der Küche saß und zu faul war, sich ein Ei in die Pfanne zu schlagen, ist auch das angestrebte Ziel etwas hochgestochen: Eine Millionen Dollar wollte Kingsford für den Start haben – am Ende wurden es Null.



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