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Der MDR fällt auf neue Rechtschreibregel des Postillon rein

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In einem zweiminütigen Radiobeitrag hat sich MDR Aktuell mit dem 20-jährigen Jubiläum der Rechtschreibreform befasst. So weit, so gut. Dumm nur, dass als Quelle für den Beitrag unter anderem eine „Meldung“ des Postillons gedient hat. Die Satireseite hatte Ende Mai gemeldet, dass ab Beginn des neuen Schuljahres die Wörter „seid“ und „seit“ durch das fusionierte „seidt“ ersetzt werden soll. Zitiert wurde in der Original-Meldung der Deutsche Lehrerverband, der die verbreitete falsche Rechtschreibung durch Schüler beklagte.

Der Mitteldeutsche Rundfunk zitierte diese Meldung in seinem Radiobeitrag folgendermaßen: „Die Rechtschreibreform lässt vieles zu und verzeiht vieles. Und dennoch wird auch heute, 20 Jahre nach des Inkrafttretens, immer noch an ihr herumgebastelt. Die beiden Wörtchen seid und seit sollen ab dem neuen Schuljahr zusammengelegt werden in seidt – also hinten mit ‚d‘ und ‚t‘. Denn an der richtigen Verwendung von seid oder seit scheiterten bisher 70 Prozent der Deutschen.“

Der Postillon feierte die Meldung auf Facebook:

Auch der MDR ließ nicht lange auf sich warten und reagierte sportlich auf seinen Fauxpas:


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