Der Norweger Espen Lind verläßt sich noch am liebsten auf sich selbst


„Die gesamte Popszene wird momentan geradezu überflutet von einer Reihe wirklich talentierter Sängerinnen. Das männliche Geschlecht kann da kaum mithalten“, meint Espen Lind. Bei diesen Worten räkelt sich der hoch gelobte Hoffnungsträger aus Norwegen genüßlich in seinem roten Plüschsessel. Beinahe so, als wolle er andeuten, daß er mit seinem Erstlingswerk „Red“ angetreten sei, den neuen Pop-Damen zu zeigen, daß auch Männer hinreißend schmachten können. Musikalisch sieht sich Espen, der heiße Tip aus dem kühlen Norden, i n der Tradition großer Vorbilder wie Paul Simon, George Michael oder Prince. Wenn auch vom Klang her völlig anders, verbindet ihn mit letzterem zumindest ein hohes Maß an Musikalität. So pflegt Espen eine ähnlich egozentrische Arbeitsweise wie Prince. Was zum Beispiel dazu führte, daß er bei den Aufnahmen zu „Red“ sämtliche Instrumente im Alleingang einspielte. Hörenswert.