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#DAHEIMDABEIKONZERTE

Die Evolution Mando Diaos: Ihre Alben im Überblick | Diskografie

Am Montag, den 11. Mai, treten Mando Diao in unsere Reihe #DAHEIMDABEIKONZERTE auf. Grund genug, einen Blick zurück auf die Höhen und Tiefen ihrer langen Karriere zu werfen – und damit auf unsere Rezensionen zu ihren Alben. Die Evolution Mando Diaos, sozusagen.

BRING ´EM IN (2002)

Wie schreibt man eigentlich einen guten Popsong? Ganz einfach: gutes Riff, schöne Akkorde, prima Melodie, super Chorus, mitreißender Mittelteil, geiler Abgang … Wenn man das alles nicht hat, kann man es immerhin trotzdem versuchen; machen die anderen ja auch alle. Falls man jedoch zu der schwindenden Mikrogruppe von Leuten gehört, denen so was beim ziellosen Dahindudeln aus dem Ärmel flockt, muss man es lofi noch mit einer ruppigen, tighten, rücksichtslos unverschämten Band, die zufällig aussieht wie eine Bande jugendkrimineller Serien-Herzensbrecher, einspielen. Und schon liegt eine Platte vor, die die Behauptung rechtfertigt: Wenn dieses Jahr noch eine ebenso gute Pop-Platte erscheint, wird es ein außerordentlich verdammt gutes Pop-Jahr gewesen sein.

Freilich, akademisch gesehen: bloß eine Pop-Platte, die weder Gitarrenrad noch Melodienfeuer neu erfindet; fraglich, ob das überhaupt geht und wozu es gut sein soll. Wo doch Frechheit sowieso siegt: „Wir glauben ehrlich, dass unsere Platte besser ist als alles von den Who, den Kinks oder den Small Faces.“ Immerhin: „oder“ – „und“ wäre übertrieben, zumindest wenn die nächste „Greatest Hits“ der Small Faces in allzu greifbarer Nähe rumliegt.

Sparen wir uns das Vergleichen (abgesehen davon, dass diese Platte nicht „Platte des Monats“ sein kann, weil es die der Libertines auch nicht war, und Cotton Mather sowieso nicht), fordern wir auf: Wer noch keine gute Pop-Platte hat oder erst 25, für den ist der Albumtitel Befehl. Diese Schweden müssen ins Haus. Die reißen dem bösen Nachbarn die Griesgramfresse vom Kopf und machen die Welt zum Ewigsommerparadies. Selbst aus einem Haufen notdürftig zusammengenagelter Riffs und Melodiebruchstücke („Little Boy Jr“) saften die noch so viel zündende Momente; raus, dass die innere A&R-Abteilung des Rezensenten uneingeschränkt die Auskoppelung als siebte Single befürwortet. Auch wenn sie nie Superstars werden, weil sie Römmeldömmelörensund, Fogelklou u.a. heißen und einfach viel zu gut sind für so was. (Michael Sailer)



Die erfolgreichsten Alben von Mando Diao im Überblick #DaheimDabeiKonzerte
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