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Was vom Indie-Hype der 2000er-Jahre geblieben ist

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„Das ist nur eine Phase, das geht vorbei“, reden sich gerne Eltern ein, wenn der Sprössling im Teenageralter auf der Suche nach Identifikationsfiguren auch den Musik-, Kleidungsstil oder sogar die Manieren des Idols übernimmt. Die Phase mag zwar ein Ende finden, aber nicht immer ist sie die negative Problemzeit, als die sie gerne dargestellt wird. Jahrzehnt für Jahrzehnt haben junge Menschen auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz in der Welt Bücher, Musik und Prominente als Mentoren für sich auserkoren.

Die Hippies der 60er-Jahre lehnten sich gegen bestehende bürgerliche Ideale auf, setzten auf simple und naturverbundene Kleidung und fanden in etlichen Bands ihre Vorbilder. Auch Anhänger des Punk widersetzten sich Mitte der 70er-Jahre der Gesellschaft und übten Kritik, ließen eine Subkultur aus London und New York heraus entstehen. Und für viele waren diese Lebensphasen, diese Identifiaktionsmöglichkeiten mehr als nur ein kurzes Intermezzo, sondern prägten das Leben nachhaltig. Politische Proteste wurden oft von Musik begleitet. Musiker hingegen prägten oft nicht nur die Meinung, sondern auch die Mode der Fans.

Paul Cook, Steve Jones und Sid Vicious von den Sex Pistols

Die 00er-Jahre, nach dem Jahrzehnt voller Grunge, Techno und den wahrscheinlich absurdesten „Sommerhits“ der Musikgeschichte, ließen die Gitarrenmusik aufleben. Es rührten sich die Strokes in New York, die Libertines in London, es rumorten die White Stripes an Gitarre und Schlagzeug, es fanden sich Arcade Fire in Kanada zusammen. Möglicherweise stehen diese Bands für die letzte dieser Jugendbewegungen, die sich vor allem dem immergleichen Mainstream entgegensetzen wollte und nostalgisch über eine Zeit sinnierte, die weder sie selbst noch die entsprechenden Bands aktiv miterlebt hatten. Doch plötzlich waren die Beatles, Rolling Stones, Led Zeppelin und The Doors wieder präsent und interessant.

Die Zeiten von Selbstdarstellung à la David Bowie war nicht mehr im Trend. Die Bands waren oder gaben vor, sie selbst zu sein. Die Jungs aus dem Proberaum im Keller, mit den schrammelnden Gitarren und von der Zeit gezeichneten Lederjacken. Zu den Hochzeiten der Strokes, Arctic Monkeys, Franz Ferdinand & Co. hatte sich eine Ästhetik durchgesetzt, die sich auf relativ wenige Kleidungsstücke begrenzte: Lederjacken, Röhrenjeans, Chucks, Lederschuhe. Eine deutliche politische Message stand nicht dahinter, es war die Liebe zur (Rock-)Musik, ein Stück Nostalgie, die die Jugend verbanden. Und Hauptsache nicht so aussehen, wie diese Menschen da draußen auf der Straße, die doch ach so „normal“ waren, die Rockmusik der 60er und 70er vielleicht schon längst vergessen und Gefallen an Radiomusik gefunden hatten.

Chucks von Converse, die zu dem Zeitpunkt bereits knapp ein Jahrhundert als Unternehmen existierten, erlebten einen wahren Höhenflug und haben sich bis heute in Alltags-Outfits etabliert – dabei war das „Converse All Star“-Modell einst ein simpler Sportschuh.

Die schwedische Marke Cheap Monday wurde in diesen Hype der 00er-Jahre hineingeboren und passte so den perfekten Zeitpunkt ab, um hautenge, aber dennoch bequeme Jeans unter die Leute zu bringen. Ab 2004 gab es die Modelle mit dem Totenkopf-Symbol nicht nur an der lokalen bis internationalen Lieblingsband zu sehen, sondern auch international in den Läden zu kaufen – vor Ort und online.

Schweden, das sich oft durch Metalbands oder Abba ausgezeichnet hatte, brachte damals eine Menge an Bands hervor, die genau den Look verkörperten, der so großen Anklang fand: Mit Jeans und Lederjacke aus dem Keller auf die Bühne. Eine dieser Bands waren Mando Diao, die mit bereits mit ihrem Debüt BRING ‘EM IN (2002) die notwendige Rotzigkeit und Arroganz perfektioniert hatten. Gefeiert wurden sie aber wie eine Boygroup.

Mando Diao – BRING ‘EM IN (2002)

Julian Casablancas hingegen hat wahrscheinlich bis heute seine drei bis fünf grundlegenden Outfits nicht gewechselt. Bei den Strokes sah alles gekonnt und nicht gewollt aus, leicht und leichtsinnig. Stets standen sie äußerst gelangweilt auf der Bühne und spielten Songs, die das Publikum ausrasten ließen. Was bis heute so geblieben ist – das könnte aber daran liegen, dass die Strokes sich so rar wie nur möglich machen und kaum Konzerte spielen.

https://youtu.be/b8-tXG8KrWs

Damals schafften es die fünf New Yorker, die zunächst als „die Typen mit den Hochwasserhosen“ verschrien waren, die Röhrenjeans cool zu machen und bescherten Marken wie Cheap Monday sicherlich regen Zulauf. Einen Vorteil, den sich das schwedische Label zum Vorteil machte: als der Run auf die engen Jeansmodelle los ging, waren sie an Ort und Stelle, während andere Unternehmen noch nachziehen mussten. Inzwischen ist die Röhre das wahrscheinlich beliebteste Modell und in jedem größeren Bekleidungsgeschäft in zahlreichen Ausführungen zu haben. Sieben Jahre nach dem Jahrzehnt der Indie-Bands hat sich der Hype beruhigt und Ihr könnt aus einer Fülle an Jeans-Modellen wählen. Einige Beispiele findet Ihr unter anderem hier.

The Strokes im Jahr 2005.

Ein paar Schritte weiter gingen Bands wie The Horrors. Lederjacke und Jeans war ihnen zu leger, der Anzug zu spießig. Während The Hives also auf schwarz-weiße Anzüge setzten, kombinierten die fünf Briten ihre Jacketts mit hautegen Röhren und Lackschuhen. Aber auch hier hielt sich die Farbpalette in Grenzen – die Nicht-Farben Schwarz und Weiß unterstrichen nicht nur ihren kühlen, eleganten Stil, sondern auch ihre düster angelehnte Musik, die durch Faris Badwans Stimme zum Leben erweckt wurde.

Eine Kombination, die schon immer gut funktioniert: skinny jeans und Musiker wie the Horrors.
Hauptsache keine Farbe: The Horrors sezten auf weiße und schwarze Jeans.

Da sich in den 00er-Jahren Musikgenres und Modestile der vergangenen Jahrzehnte trafen und mischten, waren die Variationen und Auslegungen des Gitarren-Band-Daseins vielfältig. Die Towers of London, die heute schon wieder vollkommen vergessen sind, versuchten sich an einer Kreation aus Punk, Indie und Mötley Crüe – mehr oder weniger gelungen, aber allemal auffällig.

Die Towers of London veröffentlichten ihr Debüt BLOOD, SWEAT & TOWERS im Jahr 2006.

Während die Inszenierung als Möchtegern-Punks bei den Towers of London nicht zu Langzeit-Erfolg führte, kreierten beispielsweise die Hives mit Eleganz und Anzügen, aber auch Lederjacken und vor allem einem einheitlichen Look, einen Hybrid zwischen Rockstar und Gentleman.

The Hives, immer im Einheitslook

Manche Bands haben den Sprung in das neue Jahrzehnt erfolgreich geschafft, manche sind auf der Strecke geblieben. Was uns im Gedächtnis bleibt, sind die Musik und Trends, die sich bis in die heutige Mode integriert haben. Das Zurückblicken und aus Vergangenem schöpfen haben nicht nur die Bands der 00er-Jahre gekonnt bewiesen, sondern auch die Modemacher. Cheap Monday lehnt die neue Spring/Summer-Kollektion unter dem Motto „Been there, was that“ an die 80er-Jahre an. New Romantic, Goth, Metal – eine Fusion der Stile bringt Neues hervor und kann im Jahr 2017 für frischen Wind sorgen.

Die Kollektion ist zu 72 % aus „organic cotton“, in der kommenden Saison werden die Styles sogar zu 100 % aus Biobaumwolle bestehen. Es kommt nicht von ungefähr, dass etliche gute Bands und ein gewisser Hang zum Minimalismus aus Schweden stammen. Lasst Euch gerne von Cheap Monday inspirieren, wenn ihr den Style der 00er-Jahre mit neuen Elementen wieder aufleben lassen wollt.

Cheap Monday, Spring/Summer 2017, „Been there, was that“
Cheap Monday, Spring/Summer 2017, „Been there, was that“
Cheap Monday
Cheap Monday, Spring/Summer 2017, „Been there, was that“

Verlosung

Wir verlosen fünf Jeans aus Organic Cotton von Cheap Monday.

Um an der Verlosung teilzunehmen, beantwortet einfach folgende Frage:

Wie heißt das Motto der Spring/Summer-Kollektion von Cheap Monday?

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TEILNAHMEBEDINGUNGEN:

Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Einsender außer Mitarbeiter der beteiligten Firmen und deren Angehörige. Personen unter 18 Jahren benötigen die Einwilligung ihres/ihrer Erziehungsberechtigten.

Die Gewinner werden unter allen Teilnehmern durch das Los ermittelt. Mehrfachmails, computergenerierte E-Mails sowie E-Mails von Gewinnspiel-Diensten werden vom Gewinnspiel ausgeschlossen!

Teilnahmeschluss ist der 30.04.2017. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mit diesen Produkten könnt Ihr die Welt (ein bisschen) retten

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Cheap Monday
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