Die sanfte Revolution

In der Mode wurde 2008 das Rad nicht neu er- funden. Weitergedreht aber hat es sich doch

BERLIN MITTE/WILLIAMSBURC/ WEST HOLLYWOOD/CAMDEN/ SHIBUYA – Wir können dieses Jahr nicht die Rückkehr der Röhrenjeans oder das große Comeback der farbigen Ray-Ban Wayfarer verkünden (zwar waren sowohl die engen Jeans als auch die Sonnenbrillen omnipräsent, re-etabliert aber haben sie sich bereits vor einigen Jahren) – die Evolution in Sachen Stil ging in kleinen Schritten voran. Wirklich durchgesetzt hat sich 2008 das Stirnband, entweder (noch immer) aus Frottee oder – und das war eine erste deutliche Abkehr vom großen 8oer-Revival, hin zum Hippielook der späten 60er – dünn und/oder geflochten.

Ebenfalls weg von den 80ern nur in die andere Richtung – führte der Trend bei Mustern: 2008 war plötzlich der Grunge-typische Holzfäller-Look mit großen Karos wieder schick. Auffällig war auch der Durchbruch von Nylon: Besonders schwarze Jacken aus dem Material fanden z.B. bei American Apparel reißenden Absatz.

Immer häufiger hat man neben Chucks und Vans dieses Jahr auch wieder Brogues in allen Variationen gesehen – das Lochmuster zierte 2008 nicht nur Lederschuhe, sondern auch Sneaker.

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