„Die Spaßvögel“/“Garcon – Kollege kommt gleich“


Zwei neue Komödien aus Frankreich, beide mit Superstars in den Hauptrollen, die eine etwas besinnlicher, die andere etwas klamottiger: Alt-Star Yves Montand spielt die Titelrolle in „Garcon“ von Claude Sautet, Star-Komiker Pierre Richard und der sonst eher ernste Gerard Depardieu sind „Die Spaßvögel“ von Francis Veber.

Weil der 17jährige Tristan von zu Hause ausgerissen und trotz intensiver Suche seines Vaters nicht aufzufinden ist, kommt seine Mutter auf die folgenreiche Idee, zwei Liebhabern aus früheren Zeiten zu erklären, sie seien jeweils der leibliche Vater des verschwundenen Tristan. So machen sich der erfolgreiche Reporter Lucas (Depardieu) und der depressive Poet Pignon (Richard) getrennt auf die Suche, ohne voneinander zu wissen. Aber schon bald kreuzen sich ihre Wege – und die komischen Verwicklungen nehmen ihren Lauf. „Die Spaßvögel“ ist eine Art Fortsetzung der Komödie „Der Hornochse und sein Zugpferd“, die das Gespann Depardieu/Richard/Veber 1981 zu einem der größten Kassenhits in Frankreich gemacht hatte.

Auch Yves Montand und Claude Sautet hatten vor „Garcon“ schon zusammengearbeitet: In Sautets Filmen „Cesar und Rolalie“ und „Vincent, Paul, Francois und die anderen“ spielte Montand die Hauptrollen.

„Gargon – Kollege kommt gleich“

In „Garcon“ ist Montand der Oberkellner Alex, die Seele des Geschäftes in einer großen Brasserie immer freundlich, immer guter Laune, elegant und diplomatisch. Dabei ist er im Grunde einsam: Zwar kann er das Flirten mit schönen Frauen nicht lassen, doch wird er immer häufiger von den (jüngeren) Frauen verlassen. Meist trägt er auch dies mit Fassung, doch als er sich in die hübsche Claire (Nicole Garcia) verliebt und sie dann an ihren früheren Geliebten verliert, wird es schwer für Alex. Er rettet sich damit, daß er seinen langgehegten Traum verwirklicht: einen Kinderspielplatz zu bauen auf einem Grundstück am Meer, das er von seinem Vater geerbt hat. Das Leben geht weiter… (besonders im Kino).