Diese 5 Metropolen sind echte Design-Desaster

Dhaka (Bangladesch)

Bei rund 650 Kreuzungen im Stadtbereich sollte man meinen, dass die Infrastruktur den örtlichen Begegebenheiten angepasst wurde. Allerdings sind nur etwa 60 davon mit Ampeln ausgestattet, von denen wiederum viele erst gar nicht funktionieren. Ohne Hupe ist man in der 6,7 Millionen Einwohner großen Stadt eigentlich aufgeschmissen – es gilt das Gesetz des Stärkeren (Motors) und jeder schlängelt sich früher oder später seinen Weg durch das Rikscha-Bus-Fahrrad-Auto-Nutzvieh-Chaos. Die schlechten Transportmöglichkeiten sorgen dafür, dass die Einwohner zunehmend in die umliegenden Gebiete ausweichen, wo es weder fließendes Wasser noch Kanalisation gibt.

São Paulo (Brasilien)

Die einst überschaubare Kleinstadt ist im Laufe des letzten Jahrhunderts zur Millionenmetropole herangewachsen, in der es sich nur reiche Einwohner leisten können, das schicke Stadtzentrum zu bewohnen. Die ärmere Bevölkerung wohnt abseits der sauberen Straßen und pendelt auf überfüllten Transportwegen zwischen Arbeit und Zuhause – unter anderem auf einem Highway, für den ein historisches Wohnviertel plattgemacht wurde. Wer es sich leisten kann, nimmt natürlich lieber den Helikopter – ein gängiges Transportmittel, um den endlosen Stau zu umgehen.

Jakarta (Indonesien)

In der indonesischen Hauptstadt pünktlich zu einem Termin zu kommen, ist nahezu unmöglich. Das Straßennetz ist durch das hohe Verkehrsaufkommen fast zu jeder Tageszeit überlastet. Durch den stetigen Ausbau der Randbezirke kommen täglich mehr Pendler hinzu, darüber hinaus werden Langzeitprojekte durch jährlich stattfindende Neuverhandlungen innerhalb der Regierung verhindert. Einwohner stehen deshalb fast 400 Stunden pro Jahr im Stau – „Bitte umfahren Sie diese Stadt weiträumig.“

Dubai (Vereinigte Arabische Emirate)

Sicher – in einer der reichsten Gegenden der Welt können einen die Goldapplikationen ganz schön blenden. Ein Beispiel für gut durchdachte Stadtplanung ist Dubai trotz seines Prunks nicht. Wolkenkratzer und monströse Wohnanlagen reihen sich zusammenhanglos aneinander, Fußgängerzonen, öffentliche Plätze und Parks sucht man vergeblich. Da man hier aber eh nur hinkommt, um Geld in den Luxus-Malls zu verprassen, geht das vermutlich sogar in Ordnung.

Brasília (Brasilien)

Die brasilianische Hauptstadt ist ein Beispiel dafür, warum zu viel Design auch nicht gerade förderlich ist. Der sterile Bauplan der Beton-Metropole ließ ursprünglich nur 500.000 Einwohner zu – inzwischen leben dort allerdings fast drei Millionen Menschen gedrängt auf engstem Raum. Da noch einen Sitzplatz im Bus abzubekommen, scheint utopisch. Die Stadt versucht seit der Bevölkerungsexplosion an allen Ecken und Enden mit holprigen Übergangslösungen irgendwie über die Runden zu kommen.

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