DJ Nina Kraviz kassiert Festival-Absagen aufgrund angeblicher Putin-Sympathien

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Nachdem die russische Musikerin Nina Kraviz bereits bei ihrem holländischen Elektro-Label Clone Distribution rausgeworfen wurde, kassiert sie nun zwei Absagen von europäischen Festivals, bei denen sie eigentlich gebucht war. Der Hintergrund ist, dass Nina Kraviz in der Vergangenheit wiederholt mit positiven Bezugnahmen zu Putin aufgefallen ist und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine weiterhin nicht klar kritisiert.

Daher haben nun die Dortmunder Pollerwiesen und das Crave-Festival im holländischen Den Haag die Entscheidung getroffen die Musikerin auszuladen. Die Veranstalter nannten zwar keinen konkreten Grund, aber es liegt auf der Hand, dass auch sie die fehlende Positionierung von Nina Kraviz zum Krieg in der Ukraine beklagen. Auch auf dem amerikanischen Festival Movement Detroit wird sie entgegen früherer Ankündigungen nicht zu sehen sein. Allerdings schrieben die Veranstalter dort, dass die Künstlerin selbst abgesagt hätte, da sie „dieses Jahr nicht in der Lage ist auf dem Movement zu spielen.“

Nina Kraviz äußerte sich zu den Vorwürfen

Nina Kraviz hat sich vor kurzem zu den Vorwürfen gegen ihre Person geäußert. Sie betonte, dass sie keine politische Person sei und für Musik und Frieden stehen würde. Unter anderem schrieb sie: „Ich verstehe Politik und die sozialen Prozesse, die sie hervorbringt, nicht. Ich halte es daher für falsch, über diese Geschehnisse in den sozialen Medien zu sprechen“.

Die Musikerin ist einer der größten Stars der internationalen Techno-Szene und auch in Russland außerordentlich bekannt. Die Meldung, dass sich Clone Distribution von der Musikerin getrennt hat, sorgte daher international für Resonanz. So berichtete unter anderem das amerikanische TIME Magazine über die Affäre. Nina Kraviz wird auch trotz der Absagen diesen Sommer weiterhin auf Festivalbühnen zu sehen sein, so spielt sie dieses Wochenende auf dem Core-Festival in Belgien und im Juni auf dem Junction 2 in London.


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