Dokumentarisch: “ Scandal“

Skandal in Englands Parlament. „Scandal“ in Englands Kinos. Die Bettgeschichten des Promi-Callgirls Pamella Bordes erinnern nicht zufällig an die Geschichte der Christine Keeler. 25 Jahre liegen dazwischen und noch immer – oder mehr denn je? – haben Zeitungen und veröffentlichte Meinung größeres Gewicht als die Wahrheit.

„Scandal“ ist der Film zum Foto, die Vorgeschichte des berühmten Bildes von Christine Keeler, nackt und rittlings auf einem Designer-Stuhl. Joanne Whalley („Willow“) spielt hinreißend das Mädchen vom Land, das in die große Stadt kommt kommt und große Augen macht. Im Anmach-Club entdeckt sie der Arzt Stephen Ward (John Hurt), sie zieht bei ihm ein. Mit Ward geht Christine nie ins Bett, dafür mit vielen, die sie durch ihn kennenlernt. Darunter ein eifersüchtiger Künstler (prima Fehlbesetzung: Roland Gift) und der britische Kriegsminister Profumo.

Die englische Presse und eine inquisitorische Gerichtsverhandlung zwangen Profumo zum Rücktritt.

Der mutige Film des 31jährigen Michael Caton-Jones ist so unwillkommen, daß er in England und in den USA mit einem „ab 18“ bestraft wurde. Im Herbst in Deutschland.

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