Düsseldorf: Jean Michel Jarre baut neue Klangwelten

Für den Altmeister der Synthesizer-Gigantomanie gibt es auf unserem Globus keinen Ort, der nicht für seine überdimensionalen Gesamtkunstwerke geeignet wäre: Als derzeitiger Unesco-Botschafter verwandelt er Burgen, Stadien und ganze Vorstädte in Konzertarenen für das kommende Jahrtausend. Der nächste Stopp seiner „Tour De La Mega-Dimension“ ist Düsseldorf: Im dortigen Rheinstadion läßt der 45jährige Franzose für sein einziges Konzert in Deutschland und Benelux eine 90 mal 45 Meter große Bühne installieren, von der aus er am 18. Juni seine computergesteuerten Video- und Sound-Images in die Nacht schicken wird. Mit einem 200köpfigen Team aus Handwerkern, Künstlern, Technikern, Betreuern, einer Heerschar von Musikern und einem Düsseldorfer Chor will er „die Brücke schlagen von den guten alten Tangerine Dream-Zeiten zu den Rhythmen der Neunziger.“ In Sachen Optik läßt sich der Meister natürlich auch am Rhein nicht lumpen, neben dem traditionellen Feuerwerk gibt’s auf neun Leinwänden Laser-Graphics und 3D-Animationen, „um die Architektur der Musik zu verbildlichen.“

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