DUMME DETEKTIVE

Privatdetektive sind ein Dauerbrenner der Kino-Geschichte — auch momentan vergeht kein Monat, in dem nicht irgendein Film aus der Welt der Schnüffler berichtet. „Die Klugscheißer“ nehmen ihr Gewerbe von der komödiantischen Seite und spielen nebenbei Reiseführer durchs sonnige Italien.

Donald Wilson (David Landsberg) liest für sein Leben gern Kriminalromane, weshalb er für gewöhnlich gleich am ersten Tag aus jeder neuen Stellung wieder fliegt. Verzweifelt meldet er sich schließlich auf die Anzeige einer Detektiv-Schule, mit der der erfolglose Privatschnüffler Paul Miller (Lorin Dreyfuß) willige Dummköpfe zum Schröpfen sucht.

Da haben sich zwei gefunden: Ehe sie sich’s versehen stolpern die „Klugscheißer“‚ in ein italienisches Liebes-Drama á la „Romeo und Julia“, mit Familien-Fehde, Entführung, Vendetta und allem, was dazugehört. Zur Lösung des Falls müssen Miller & Wilson nach Italien, wo sie — ohne Geld und Papiere — zunächst mal mehr Verwirrung stiften als sie aufklären können. Verwechslungen, Mißverständnisse, Verfolgungsjagden quer durch Rom und Venedig — aber schließlich steht natürlich die richtige Braut mit dem richtigen Bräutigam vor dem Altar, und die dösigen Detektive dürfen reich-belohnt nach New York zurückfliegen.

Daß Wilsons und Millers Rollen wie maßgeschneidert wirken, kommt nicht von ungefähr: Landsberg und Dreyfuß (übrigens der Bruder von Richard) haben sich die „Klugscheißer“ selbst auf den Leib geschrieben. Der italienische Regisseur Filippo Ottoni machte aus ihrer Story eine flotte, action-gespickte Slapstick-Komödie, die sich international durchaus sehen lassen kann (wenn bloß nicht ständig die dünnen Synthesizer-Melodien der Gebrüder De Angelis dudeln würden).

ROLF LENZ

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