ECHO 2013: viele Gewinner, wenige Highlights

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Am 21. März wurde der deutsche Musikpreis Echo verliehen. Gewinner des Abends waren Die Toten Hosen. Sie gewannen in der Kategorie „Album des Jahres“, „Gruppe Rock/Pop National“, „Hit des Jahres“ und „Produzent National“. Rapper Cro, der nach den Toten Hosen die meisten Nominierungen hatte, gewann in zwei Kategorien von 27 Kategorien.

Schlagerstar Helene Fischer moderierte die Show live aus dem Berliner Palais am Funkturm und sorgte für die überraschungsarme Show, die der ECHO schon immer war. Sie sang und lachte sich durch die dreistündige Abendveranstaltung, komplimentierte Seed nach bester Markus-Lanz-Schule von der Bühne („Klasse Song!), loopte die „Tatort“-Melodie mit ihrer eigenen Stimme und dürfte damit immerhin für die besten Einschaltquoten des ECHO seit Jahren gesorgt haben. Til Schweiger ließ sich zum Spruch „Rock ist Musik von Männern für Männer“ hinreißen, Lena Meyer-Landrut hyperventilierte fast, als sie den Preis für das beste Musikvideo gewann, Deichkind brachten einen Lady-Gaga-Klon als Sprecherin mit. Highlight des Abends neben Depeche Mode, die „Heaven“ von ihrem neuen Album DELTA MACHINE performten und neben Led Zeppelin, die sich auch die Ehre gaben: Hannes Wader bekommt einen ECHO für sein Lebenswerk, ist von Reinhard Mays Laudatio sichtlich gerührt, spielt seinen größten Hit „Heute hier, morgen dort“ und wird nach dem ersten Refrain – Überraschung! – von den Toten Hosen unterstützt.

Der Musikpreis ECHO stand im Vorfeld heftig in der Kritik. Die umstrittene Südtiroler Band Frei.Wild war in der Kategorie „Rock/Alternative National“ nominiert, andere nominierte Bands wie Kraftklub, Mia. und Die Ärzte distanzierten sich daraufhin von der Preisverleihung. Die ECHO-Verantwortlichen zogen die Nominierung von Frei.Wild schließlich zurück, den Preis gewannen Unheilig. Katie Melua überreichte den Preis und durfte immerhin sagen, dass diese Kategorie ja für Aufruhr gesorgt habe. Näher darauf ein ging keiner am Donnerstagabend, die anderen Nominierten in der Kategorie wurden nicht mal vorgestellt. Vor der Show Auf Frei.Wild angesprochen, sagte Campino am Roten Teppich dem Rundfunk Berlin-Brandenburg: „Das wurde alles viel zu hoch gekocht.“



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