Element Of Crime – Berlin, Arena

Vielen Dank, guten Abend“, begrüßt Sven Regener wie gewohnt sein Publikum nach dem ersten Stück. Doch für Element Of Crime ist es wohl mehr als ein gewöhnlicher Auftritt. Zum einen ist es ein Heimspiel, nicht nur weil in Berlin, sondern auch weil nur einige hundert Meter entfernt von Sänger Regeners Kreuzberger Wohnung stattfindend. Zum anderen ist es mit gut 5.000 Besuchern sicher das bislang größte Solokonzert von Element Of Crime. Und schon nach den ersten Klängen ist klar, daß die melancholisch spröden Lieder der Gruppe auch vor so einem Massenpublikum ihren intimen Charakter nicht verlieren. Die Musik der Elements ist keine für rhythmische Klatschübungen und auch das Schwingen von Feuerzeugen ist bei der Berliner Band unangebracht. Stattdessen lauscht das Publikum aufmerksam den dargebotenen Klängen. Angetreten sind Element Of Crime an diesem Abend mit zwei zusätzlichen Musikern, die für eine weitere Gitarre, Saxophon, Mundharmonika und Orgel zuständig sind. Auffallend ist die Abwesenheit von Stücken ihres letzten Albums ‚An einem Sonntag im April‘, statt dessen gibt es einige englische Songs, an denen sich auch der Klang der neuen Platte ‚Die Schönen Rosen‘ wieder orientiert. Extraapplaus heimst sich Sven Regener immer dann ein, wenn er zur Trompete greift und sehnsüchtige Lieder über das Meer und die imaginäre Frau seines Herzens anstimmt. Dann grinst er verlegen den Bühnenboden an und spielt/singt inbrünstig weiter. Zu den Klängen des Titelsongs des neuen Albums werden dutzende weißer Rosen von der Seite zwischen die Musiker geworfen und anschließend ins Publikum gereicht, und vor der Zugabe gibt es noch ‚Über Nacht‘, das wohl schönste Lied der aktuellen LP. Was folgt, ist eine Zugabe nach der anderen – das Publikum weigert sich schlicht, die Band ziehen zu lassen. Vier mal müssen die Elements noch auf die Bühne, bis sie sich mit ‚Ofen aus Glas‘ und einem „Paßt auf euch auf“ verabschieden.

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